Pressemitteilung | Deutscher Reiseverband e.V. (DRV)

DRV gegen Wiedereinführung der Doppellizenz / Rainer Nuyken: “Das behindert Reisebüros und Reiseveranstalter bei der Organisation von Busreisen, erhöht aber nicht die Sicherheit”

(Untergruppenbach) - Gegen die von Busverbänden geforderte Wiedereinführung der Doppellizenz nach dem Personenbeförderungsgesetz hat sich der Deutsche Reisebüro und Reiseveranstalter Verband (DRV) ausgesprochen. "Busreisen würden nicht dadurch noch sicherer, dass - wie früher - von Reisebüros und Reiseveranstaltern eine solche Lizenz verlangt wird, statt lediglich vom befördernden Busunternehmen", erklärte das zuständige DRV-Vorstandsmitglied Rainer Nuyken (AtourO Gruppen- und Sonderreisen) am 8. Juli in Untergruppenbach: Die zu Recht abgeschaffte Doppellizenz habe die Organisation und Durchführung von Busreisen durch Reisebüros und Reiseveranstalter, aber auch Transferfahrten zu Flughäfen und Kreuzfahrtschiffen, erheblich behindert.

"Wenn Reiseunternehmen Flugzeuge oder Kreuzfahrtschiffe chartern, brauchen sie weder Pilotenschein, noch Kapitänspatent", argumentiert Rainer Nuyken. Auch benötige keine Schanklizenz, wer Reisegruppen in Restaurants führe. Vorschriften zur technischen Ausstattung sowie zu Lenk- und Ruhezeiten für den Busbetrieb gälten unabhängig von Personenbeförderungslizenzen, unterstrich das DRV-Vorstandsmitglied. Sein Verband unterstütze die Bemühungen der Busunternehmen - gegebenenfalls mit einem Gütesiegel - gegen schwarze Schafe vorzugehen. Die Erfahrung habe jedoch gezeigt, dass das Verlangen einer Personenbeförderlizenz auch vom Anmieter, statt nur vom Transporteur, "überaus bürokratisch und nicht praktikabel" gewesen sei, so Rainer Nuyken weiter.

Alle Käufer von Transportleistungen - ob Reiseveranstalter, Reisebüro oder Urlauber - müssten darauf vertrauen können, dass ausführende Busunternehmen alle gesetzlichen Vorschriften einhalten und Aufträge ablehnen, die ohne Verstoß gegen Lenkzeitenverordnung oder Tempolimits nicht zu erfüllen wären, betonte der DRV-Vorstand. Auswüchsen des Wettbewerbsdrucks müssten Kontrollen der zuständigen staatlichen Stellen, aber auch Selbstkontrollsysteme der Busbranche vorbeugen. Weder dürfe es zur Wiedereinführung des Unterwegsbedienungs-Verbots zu Lasten überregionaler Anbieter, noch zu einer Kriminalisierung von Reisebüros und Reiseveranstaltern für Normverstöße Dritter kommen, warnte Rainer Nuyken.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Reisebüro und Reiseveranstalter Verband e.V. (DRV) Albrechtstr. 9-10, 10117 Berlin Telefon: 030/284060, Telefax: 030/2840633

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