DStGB mahnt zur Sachlichkeit / Wirksame Alkoholprävention ohne Testkäufe nicht realistisch
(Berlin) - Der Deutsche Städte- und Gemeindebund weist darauf hin, dass Alkohol- und Suchtprobleme gerade bei Jugendlichen drastisch zunehmen. Die in jüngster Zeit bekannt gewordenen Flatrate-Partys , die häufig bis zum Koma saufen führen, sind dafür ein beredtes Beispiel.
Wir brauchen abgestimmte Konzepte vor Ort, um den übermäßigen Alkoholkonsum von Jugendlichen deutlich einzuschränken. Hier müssen die Schulen, die Eltern, die Lehrer und natürlich auch die Jugendämter eingebunden werden. Unerlässlich ist aber auch, die Einzelhändler in diese Präventionsstrategien einzubinden und sicherzustellen, dass sie keinen Alkohol an Jugendliche abgeben. Dazu gehören Überzeugungsarbeit aber auch Kontrolle. Eine effektive Kontrolle ist ohne Testkäufe kaum wirksam umzusetzen. Die Schweiz hat damit gute Erfahrungen gemacht und die Disziplin der Händler damit deutlich erhöht.
Wenn 16 Jährige z.B. das kommunale Wahlrecht haben, sie sogar ja schon teilweise im Polizeidienst arbeiten können, bestehen keine Bedenken, unter behördlicher Überwachung diese auch in Einzelfällen als Testkäufer einzusetzen.
Die Diskussion, dass hier in großem Umfang Jugendliche als Hilfskommissare eingesetzt werden sollen, geht in die völlig falsche Richtung. Es geht nicht um Strafverfolgung, sondern um Prävention und kontrollierte Überzeugungsarbeit. Der von Ministerin von der Leyen angekündigte runde Tisch sollte die Kommunen einbeziehen und u.a. auch die Schweizer Erfahrungen auswerten.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB)
Pressestelle
Marienstr. 6, 12207 Berlin
Telefon: (030) 773070, Telefax: (030) 77307200
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