DStGB startet Informationsinitiative zum Breitband-Ausbau in Schwandorf / Weiße Flecken im ländlichen Raum sollen beseitigt werden / Für Bürger, Unternehmen und Verwaltungen werden schnelle Datenleitungen zu einem entscheidenden Standortfaktor
(Berlin/Schwandorf) - Während aber in den Ballungsräumen eine nahezu flächendeckende Versorgung mit leistungsstarken Netzzugängen vorhanden ist, gibt es in den ländlichen Regionen in Deutschland immer noch Lücken in der Versorgung. Im Landkreis Schwandorf können 91,4 Prozent aller Anschlüsse mit DSL versorgt werden (bundesweit 94 Prozent), rund 69 Prozent erreichen Übertragungsraten von mehr als 1000 Kilobit pro Sekunde. In Neunburg-Kemnath wird noch in diesem Jahr das letzte noch nicht ausgebaute Ortsnetz mit DSL versorgt. In Gemeinden wie Dieterskirchen, Guteneck und Schmidgaden bestehen Defizite, dort hat nur jeder zweite Haushalt Zugriff auf das schnelle Internet über Breitband. Dieser Zustand ist nicht haltbar, er muss schnell geändert werden. Die Versorgung mit einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur ist heute genauso wichtig wie die Anbindung an Straßen oder Schienen im vorangegangenen Jahrhundert, erklärte Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB).
Um über die Möglichkeiten einer Anbindung an das Breitbandnetz zu informieren, hatte der DStGB deshalb gemeinsam mit dem Landkreis Schwandorf die Bürgermeister und Wirtschaftsförderer der Region unter dem Motto Mehr Breitband für Deutschland zu einem Informationsvormittag eingeladen. Im Rahmen dieser Veranstaltung begrüßte Dr. Uwe Brandl, Präsident des Bayerischen Gemeindetages, ausdrücklich die im Juli 2008 in Kraft getretenen Förderrichtlinien im Freistaat Bayern.
Schwandorf bildete den Auftakt einer Reihe von Regionalveranstaltungen, mit denen der DStGB in allen Flächenbundesländern in Kooperation mit der Deutschen Telekom über die Möglichkeiten zur Breitbandanbindung von Kommunen informiert. Im Gegensatz zu anderen Anbietern investieren wir nicht nur in lukrative Ballungszentren, sondern treiben den Breitband-Ausbau auch in den ländlichen Regionen konsequent voran, betont Werner Rauh, Fachleiter DSL-Ausbau Kommunen bei der Deutschen Telekom. Allerdings müssen wir als Unternehmen darauf achten, dass sich unsere Investitionen rentieren. Deshalb setzen wir verstärkt auf Kooperationen mit den Kommunen, so Rauh weiter.
In den Kooperationsmodellen mit der Telekom können sich die Gemeinden auf unterschiedliche Weise am Ausbau beteiligen: Beispielsweise indem sie eventuell vorhandene Kabelkanalanlagen oder Leerrohre zur Verfügung stellen oder die nötigen Tiefbaumaßnahmen übernehmen. Alternativ sind Vereinbarungen über garantierte Mindestkundenzahlen oder finanzielle Zuschüsse möglich. Um das passende Kooperationsmodell auszuarbeiten, stehen den Kommunen in den Regionen Ansprechpartner zur Verfügung. Mit einem Großteil der 34 Gemeinden im Landkreis Schwandorf laufen bereits Gespräche, um gemeinsam Lösungen zu finden, erläutert Rauh.
Mit kreativen Lösungen sollte es möglich sein, auch den ländlichen Raum in absehbarer Zeit nahezu flächendeckend mit Breitbandtechnologie auszustatten, sagte auch Habbel. Dass es verschiedene Modelle und technologische Ansätze gibt, um auch die Orte und Ortsteile im ländlichen Raum mit schnellen Internetanbindungen zu versorgen, wurde auf der Veranstaltung in Schwandorf deutlich. Städte und Gemeinden in Bayern können zum Beispiel seit Juli 2008 staatliche Fördergelder für den Ausbau in Anspruch nehmen. Außerdem stehen auf dem Gebiet der Übertragungstechnik verschiedene sinnvolle Alternativen zur Verfügung: So können etwa mittels Mobilfunk oder DSL via Satellit auch entlegene Gebiete erschlossen werden.
Mehr Informationen unter http://www.breitband-fuer-deutschland.de
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB)
Franz-Reinhard Habbel, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Marienstr. 6, 12207 Berlin
Telefon: (030) 773070, Telefax: (030) 77307200
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