Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
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Dürrehilfen von Bund und Ländern ein erster Schritt / DBV: Regional und einzelbetrieblich sind konkretere Existenzhilfen notwendig

(Berlin) - Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht sich durch die Sondersitzung (2. August 2006) der Agrarminister der neuen Bundesländer, Schleswig-Holsteins und Niedersachsens mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium in seiner Einschätzung zur diesjährigen Ernte voll bestätigt. In Übereinstimmung mit dem Berufsstand haben die Agrarminister der nord- und ostdeutschen Bundesländer festgestellt, dass es regional eine äußerst schwierige Ernte- und Futtersituation gibt. Regional treten extreme wirtschaftliche Schäden bis hin zu Notlagen von Einzelbetrieben durch erhebliche Ausfälle bei der Getreide- und Rapsernte sowie bei der Futtergewinnung auf. In berufsständischer Solidarität haben Landwirte in den betroffenen Regionen bereits Futterbörsen eingerichtet.

Auf der Sitzung der Agrarminister sei zwar von der Politik bestätigt worden, dass extrem betroffenen Betrieben geholfen werden muss, stellte der DBV fest. Die Nutzung von Stilllegungsflächen zur Futtergewinnung, das von der Landwirtschaftlichen Rentenbank aufgelegte Sonderkreditprogramm und die avisierte Pachtstundung für BVVG-Flächen seien hilfreich und im vom DBV vorgeschlagenen Hilfsprogramm enthalten. Für existenzbedrohte Betriebe seien diese Maßnahmen jedoch nicht ausreichend, erklärte der DBV. Hier müssten Bund und Länder weitergehende Hilfen beschließen. Dazu reiche es nicht aus, die strikte Einhaltung der Zahlungstermine für die den Landwirten zustehenden Beihilfezahlungen sicherzustellen. Vielmehr, so der DBV, müssten für diese Betriebe Liquiditätsengpässe mit Hilfe von Vorauszahlungen der Betriebsprämie überbrückt werden. Auch müssten Bund und Länder zum Abschluss der Getreideernte „Gewehr bei Fuߓ stehen, um ein Existenzhilfeprogramm für diese Betriebe nach dem Prinzip des Dürrejahres 2003 aufzulegen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

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