DVPT fordert: Hängepartie im Postmonopol unzweifelhaft beenden
(Offenbach) Erneut berät der Deutsche Bundestag am 18. Januar über das von der Bundesregierung angekündigte Ende des Postmonopols zum 31.12.2007. Europa insgesamt soll nach einem EU-Richtlinienvorschlag ein Jahr später folgen. Dieser Zeitvorsprung an Erfahrung im geöffneten Postmarkt kann nach Ansicht des Deutschen Verbands für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e.V. (DVPT) nicht wichtig genug eingeschätzt werden. Hierfür gelten die gleichen Argumente, wie sie für die Anstrengung zur weltweiten Ausrichtung der Deutschen Post/DP World Net angeführt werden, kommentiert Elmar Müller, Vorstand des DVPT.
Im Vergleich zu den meisten modernen Volkswirtschaften ist die Anzahl der Briefsendungen in Deutschland je Einwohner und Jahr deutlich niedriger. Es gilt, bislang unausgeschöpfte Wachstumspotenziale im deutschen Briefmarkt zu wecken. Dazu zählen neue Produkte wie z.B. Sendungsverfolgung oder die so genannte A- und B-Post. Aber auch eine andere Tarifstruktur wäre nach Ansicht des DVPT wichtig, bei der nicht mehr der Inhalt die maßgebliche Rolle spielt, sondern nur noch Gewicht, Entfernung und allenfalls noch Größenmaße einer Sendung.
Bislang konnten lediglich gewerbliche Postbenutzer sowohl über die Deutsche Post AG wie auch über die ca. 800 lizenzierten Postdienstleister von günstigeren Tarifen beim Standardbrief profitieren. Diese Preisvorteile und ein Produktangebot, das weniger an den Betriebsabläufen des Dienstleisters als an Kundeninteressen orientiert ist, müssen künftig im Wettbewerb allen Postkunden offen stehen.
Deshalb ist es aus Sicht des DVPT dringend geboten, dass auch der Deutsche Bundestag, wie schon zuvor die Mehrheit des Deutschen Bundesrates und im Mai des vergangenen Jahres auch die Bundesregierung, sich durch ein klares Votum zur Beendigung des deutschen Postmonopols am 31.12.2007 bekennt. Dies dürfte schon deshalb nicht schwer fallen, da sich auch die Wettbewerber zur flächendeckenden Universaldienstverpflichtung bekannt haben. Der Arbeitsmarkt wird darüber hinaus vom Aufbau zusätzlicher Arbeitsplätze wie schon in den vergangenen zwei Jahren - profitieren.
Quelle und Kontaktadresse:
DVPT Deutscher Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e. V.
Pressestelle
Berliner Str. 170-172, 63067 Offenbach
Telefon: (069) 8297220, Telefax: (069) 82972226
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