Eier: Wahlfreiheit gewährleistet
(Berlin) Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) hat Unternehmen des Handels vorgeworfen, die Verbraucher zu bevormunden. Hintergrund ist die angeblich fehlende Bereitschaft einzelner Unternehmen, Eier aus der neuen Kleingruppenhaltung in ihr Sortiment aufzunehmen. Wir können die Vorwürfe der Geflügelwirtschaft in keiner Weise nachvollziehen, sagte hierzu heute (16. Juli 2008) in Berlin Dr. Detlef Gross, verbraucherpolitischer Experte und Geschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE).
Die Frage, welche Produkte ein Handelshaus in sein Sortiment aufnimmt, sei zunächst eine unternehmerische Entscheidung. Gerade im Tierschutz seien die Unternehmen besonders sensibel für die Wünsche und Interessen ihrer Kunden. Groß: Eier aus der Kleingruppenhaltung müssen sich wirtschaftlich dem Wettbewerb mit allen Haltungsformen stellen. Sie sind darüber hinaus in ethischer Sicht nicht ausschließlich am Maßstab der Käfighaltung zu messen, sondern stehen hier in der direkten Konkurrenz zu den alternativen Haltungsformen Boden- und Freilandhaltung. Darüber hinaus gebe es noch das zusätzliche Kriterium der Bio-Qualität. Daher wies Groß die Vorwürfe strikt zurück: Gerade die Handelsunternehmen in Deutschland sind gut und umfassend über die angesprochenen Fragen und die Wünsche ihrer Kunden informiert. Es ist abwegig, dem Handel hier eine Verbraucherbevormundung vorzuwerfen.
Irritiert zeigte sich der HDE-Rechtsexperte auch über die Begründungsversuche der Geflügelwirtschaft: Die Hersteller behaupten, die Kleingruppenhaltung stehe in voller Übereinstimmung mit dem im Grundgesetz verankerten Staatsziel des Tierschutzes. Das suggeriere aber, so Groß, dass dies bei den anderen legalen Haltungsformen, die mittelbar diskreditiert werden, nicht der Fall sei. Diese Haltung sei absurd und dürfte zu spannenden Diskussionen gerade mit den Tierschutzverbänden führen. Statt pauschale und unsachliche Vorwürfe zu erheben, sollten sich die Geflügelproduzenten, die auf die Käfighaltung als neues Konzept setzen, dem Wettbewerb stellen, forderte Groß und stellte klar: Wenn es wirklich einen Markt für ein Erzeugnis gibt, dann enthält der Handel es den Kunden bestimmt nicht vor.
Quelle und Kontaktadresse:
Hauptverband des Deutschen Einzelhandels e.V. (HDE)
Pressestelle
Am Weidendamm 1a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 726250-65, Telefax: (030) 726250-69
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