Eine Zerschlagung der privaten Krankenversicherung löst keine Probleme in der gesetzlichen Krankenversicherung
(Berlin) - Nach Auffassung des Bundesverbands der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) ist die Krise der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nur zu bewältigen, wenn die GKV sich an der privaten Krankenversicherung (PKV) orientiert.
"Es ist absurd, dass Teile der Regierungskoalition das funktionierende Modell der PKV in das kriselnde GKV-System einbeziehen wollen oder gar in Frage stellen. Das ist so, als würde man in einen Korb mit guten Äpfeln faule Früchte oben drauf schmeißen, erklärt Michael H. Heinz, Vizepräsident des BDWi. Der BDWi ist als Dachverband der größte Vertreter der Versicherungsvermittler- und Finanzdienstleister in Deutschland.
"Die GKV wird nur überlebensfähig, wenn sie in ihren eigenen Strukturen reformiert wird und nicht, in dem man durch die Einbeziehung der PKV den Versichertenkreis unwesentlich erweitert, dabei aber das gesunde und leistungsfähigere System der privaten Krankenversicherung zerschlägt", so Heinz. Hauptreform müsse die Beschränkung der GKV auf eine hochwertige Elementarersorgung des heutigen Versichertenkreises sein. "Es gibt zum Beispiel keinen vernünftigen Grund, warum die GKV Schwangerschaftsabbrüche und andere versicherungsfremde Leistungen bezahlt."
Heinz rät dringend dazu, den Wettbewerbsgedanken in der GKV zu stärken: "Selbstbeteiligungen und Rückerstattungsmodelle sind heute schon in der PKV wichtige Elemente des Wettbewerbs. Dies wäre auch ein richtiger Schritt für die GKV."
Zusatzleistungen, etwa die Versicherung von selbstauferlegten Risiken, wie Extremsport, aber auch das private Unfallrisiko sollten von jedem Einzelnen über die PKV versichert werden. "Die privaten Anbieter haben eine langjährige Erfahrung, diese Risiken individuell abzusichern. Diesen Erfahrungsschatz sollte man nutzen, zum Wohl der Versicherten und zur Zukunftssicherung der GKV als Elementarverssicherung", fordert Heinz. Langfrist werde aber auch die GKV nicht ohne eine Kapitalbildung, wie dies die PKV erfolgreich praktiziere, herumkommen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)
Markus Guhl, Bundesgeschäftsführer
Universitätsstr. 2-3a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 288807-0, Telefax: (030) 288807-10
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