Einnahmen aus Rundfunkbeitrag für Journalismus verwenden
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat gefordert, mögliche Mehreinnahmen aus dem neuen Rundfunkbeitrag dem Hörfunk- und Fernsehjournalismus bei ARD, ZDF und Deutschlandradio zugutekommen zu lassen. Der DJV reagierte damit auf Berichte, nach denen das finanzielle Aufkommen in den nächsten vier Jahren um deutlich mehr als eine Milliarde Euro über dem von der KEF genehmigten Bedarf liegen werde. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken nannte es absurd, dass einerseits mehr Geld zusammen komme, als ausgegeben werden dürfe, andererseits mehrere öffentlich-rechtliche Sender massive Einsparungen zulasten der Journalistinnen und Journalisten bei den Sendern vornähmen. "Mehr Effizienz: ja, Sparorgien auf Kosten der freien Journalisten und des Qualitätsanspruchs: nein."
Der DJV-Vorsitzende wies darauf hin, dass die Erwartungen der Zuschauer und Radiohörer an Umfang und Qualität der Berichterstattung von ARD und ZDF eher stiegen als zurückgingen. "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk kann seinem Informationsauftrag auf Dauer nur gerecht werden, wenn er eher mehr als weniger in den Journalismus und die Journalisten investiert." Spekulationen über eine weitere Absenkung der Rundfunkgebühr durch die Ministerpräsidenten liefen diesem Ziel zuwider.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV), Bundesgeschäftsstelle
Hendrik Zörner, Pressesprecher
Charlottenstr. 17, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13
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