Elektro-Export gewinnt an Dynamik
(Frankfurt am Main) - Mit einem Exportvolumen von 10,2 Mrd. Euro hat die deutsche Elektroindustrie im Februar 2010 zwölf Prozent mehr ausgeführt als vor einem Jahr. "Damit sind die Elektroexporte den dritten Monat in Folge gegenüber Vorjahr gestiegen", sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. "Erstmals seit April 2008 legten die Auslandslieferungen im Februar wieder mit einer zweistelligen Rate zu." In den beiden ersten Monaten dieses Jahres zusammengenommen lagen die Ausfuhren knapp sieben Prozent höher als im gleichen Vorjahreszeitraum.
Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland beliefen sich im Februar auf 9,1 Mrd. Euro und übertrafen ihr Vorjahreslevel damit um 22 Prozent. Über den gesamten Zeitraum von Januar bis Februar 2010 belief sich das Plus auf zwölf Prozent gegenüber Vorjahr.
Die Exporterwartungen der Elektrounternehmen sind im April deutlich gestiegen. Per Saldo rechnet inzwischen ein Viertel der Firmen mit einer weiteren Belebung der Ausfuhrtätigkeit in den nächsten drei Monaten. Wie schon in den Monaten zuvor haben sich die Elektroausfuhren nach Südostasien sowie in die BRIC-Länder auch im Februar besser entwickelt als die Exporte nach Europa. Konnten auf dem eigenen Kontinent immerhin neun Prozent mehr Produkte und Systeme abgesetzt werden als vor einem Jahr, so stiegen die Exporte nach China (plus 57 Prozent), Malaysia (plus 54 Prozent), Südkorea (plus 36 Prozent) oder Brasilien (plus 34 Prozent) deutlich kräftiger. Von den zehn wichtigsten Abnehmerländern aus Sicht der deutschen Elektroindustrie befinden sich noch immer acht in Europa. Daneben zählen die USA und China zu den Top-ten.
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Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
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