Pressemitteilung | Deutscher Reiseverband e.V. (DRV)
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Empfehlung an die Reisebüros, Travel Management Companies (TMCs) und Online-Reiseportale in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Vertrag zum Vorzugspreismodell nicht unterzeichnen!

(Berlin) - In den kommenden Tagen wird die Deutsche Lufthansa an die Reisebüros in Deutschland, Österreich und in der Schweiz Verträge für die Teilnahme an dem so genannten Lufthansa-Vorzugspreisprogramm verschicken. Zudem hat Swiss International Air Lines ebenfalls die Einführung eines so genannten Vorzugspreismodells angekündigt.

Die Verbände DRV, ÖRV, SRV, VDR und VIR raten Ihnen dringend, diesen Vertrag nicht zu unterzeichnen. Die Branchenverbände Deutschlands, Österreichs und der Schweiz als Interessenvertretung von Reisebüros, Online-Reisebüros, TMCs und Firmenkunden haben sich nach Prüfung der Tarifstruktur und Rücksprache mit den internationalen Business Travel-Ketten für diese Branchenposition entschieden.

Die geplante neue Tarifstruktur im Vertrieb der Deutschen Lufthansa und der Swiss wird den zwingenden Anforderungen der Reisebüros und TMCs (Travel Management Companies) an einen effizienten Vertrieb, an Markttransparenz und Chancengleichheit in einem freien Markt nicht gerecht. Daher kann die geplante Tarifstruktur im Interesse der Firmenkunden und der Verbraucher nicht akzeptiert werden.

Den Begriff „Vorzugspreis“ bewerten die Verbände als irreführend, da die geplanten Preise tatsächlich für Firmenkunden und Verbraucher deutlich erhöht würden.

Die Verbände heben die Anforderungen hervor:

1. Chancengleichheit im Wettbewerb zwischen Fremdvertrieb und Eigenvertrieb.

2. Optimale Buchungs-, Abwicklungs- und Abrechnungsprozesse.

3. Verursachergerechte Zuordnung der Kosten.

Diesen Anforderungen wird der Modellentwurf der Deutschen Lufthansa nicht gerecht.

Die Verbände stellen fest, dass die Deutsche Lufthansa ihre Konditionen für die Nutzung der GDS im freien Wettbewerb direkt mit den GDS-Anbietern verhandeln muss. Es ist insbesondere aus Wettbewerbsgesichtspunkten ausgeschlossen, dass die Reisebüros und TMCs für einen Leistungsträger Druck auf einzelne GDSAnbieter ausüben. Dies käme einem marktwirtschaftlichen Tabubruch gleich und wird deshalb von den Verbänden strikt zurückgewiesen.

Die Verbände fordern Sie auf, Ihre Kunden über die Auswirkungen des so genannten Vorzugspreismodells auf den Wettbewerb und auf die Gesamtkosten zu informieren.

Die Verbände erklären ihre Gesprächsbereitschaft mit dem Ziel, die Effizienz und die Effektivität des Vertriebs zum Vorteil der Kunden zu steigern, und bieten der Vertriebsspitze der Deutschen Lufthansa einen gemeinsamen Austausch hierzu an.

Einen wirtschaftlichen oder rechtlichen Grund zur voreiligen Unterzeichnung des genannten Vertrags sehen die Verbände nicht.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher ReiseVerband e.V. (DRV) Sibylle Zeuch, Pressesprecherin Albrechtstr. 10a, 10117 Berlin Telefon: (030) 28406-0, Telefax: (030) 28406-30

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