Pressemitteilung | Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv)
Anzeige

Endlich mit dem Schulobstprogramm durchstarten

(Berlin) - Der Deutsche LandFrauenverband begrüßt das gestrige (9. September 2009) Abstimmungsergebnis im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat zum Schulobstprogramm. Mit knapper Mehrheit wurde für eine Kofinanzierung des europäischen Programms zur gesünderen Ernährung durch die Bundesländer votiert. "Im Interesse der Kinder ist zu wünschen, dass der Bundesrat am 18. September 2009 in seiner Sitzung diesem Ergebnis folgt und keinen Einspruch einlegt. Gesunde Ernährung darf nicht am Streit zwischen Bund und Ländern um die Finanzierung scheitern", so Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes.

Der Deutsche LandFrauenverband dringt weiterhin auf die Notwendigkeit, dass das Schulobstprogramm mit Angeboten der Ernährungsaufklärung begleitet wird. "Nur durch eine Einbindung des Themas "Gesunde Ernährung" in den Unterricht, kann das Schulobstprogramm seine volle Wirkung entfalten und nachhaltige Erfolge erzielen", erläutert die dlv-Präsidentin die Position der LandFrauen. Die LandFrauen sind in unterschiedlichen Projekten wie "Kochen mit Kindern" in Niedersachsen, "Fit mit Milch" im Saarland oder dem Angebot "LandFrauen machen Schule" in Bayern in den Bundesländern in der Ernährungsaufklärung an den Schulen bereits aktiv. Viele LandFrauenverbände haben Rahmenvereinbarungen mit den Landesregierungen abgeschlossen, welche die LandFrauen zu einem anerkannten Partner in der Ernährungsbildung machen. "Wir sind gern bereit, bei der Entwicklung der Schulobstprogramme unser Know-how einfließen zu lassen", signalisiert Scherb die Gesprächsbereitschaft der LandFrauen.

Am 8. Oktober 2009 wird der Deutsche LandFrauenverband in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband ein Fachforum zum Schulobstprogramm in Berlin durchführen. "Wir wollen damit einen Beitrag leisten um Umsetzungsprobleme der Schulobstprogramme zu identifizieren und zu beseitigen. Leistungsfähigkeit der Schüler und gesunde Ernährung stehen in einem engen Zusammenhang, daher wollen Bauernverband und LandFrauen auch alles dafür tun, damit das Schulobstprogramm endlich durchstarten kann", erklärt Brigitte Scherb.

Die EU stellt allein für Deutschland 20,8 Mio. Euro für die Verteilung von Obst und Gemüse an den Schulen zur Verfügung. Allerdings muss dieser Betrag in annähernd gleicher Höhe von Deutschland kofinanziert werden. Strittig war bislang, wer diese Kofinanzierung übernimmt. Der Bund bezog sich auf die Bildungshoheit der Länder und sah diese in der Verantwortung. Die Bundesländer hingegen sahen den Bund in der Pflicht wegen seiner Entscheidungsgewalt in ernährungspolitischen Fragen. Aus diesem Grund hatte der Bundesrat den Vermittlungsausschuss angerufen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Pressestelle Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 284492910, Telefax: (030) 284492919

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige