Pressemitteilung | Bayerischer BauernVerband (BBV)
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Entwicklung bayerischer Märkte 2007 / Defizite bei Schlacht- und Nutzvieh, Getreide kostet deutlich mehr

(München) – Insbesondere Ferkelerzeuger, Schweine- und Bullenmäster erlösten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger Geld für ihre Produkte. Dies berichtet die Marktberichtstelle des Bayerischen Bauernverbandes in München. Bei Getreide und Ölsaaten führte die rasant steigende Nachfrage nach Nahrungsgütern und der wachsende Bedarf im Bioenergiesektor im Jahr 2007 zu einem überraschend schnellen und starken Preisanstieg, so die Marktberichtstelle.

Ferkel waren im Jahresvergleich 26 Prozent billiger, Mastschweine 9,4 Prozent. Für Schlachtbullen bekam der Landwirt 5,4 Prozent weniger und damit annähernd gleiches Geld wie für Schlachtkühe. Erfreut äußerte sich die Marktberichtstelle zur Entwicklung bei Milch: Im Jahresvergleich stieg der Auszahlungspreis um schätzungsweise 22 Prozent an. Auch seien die Entwicklungen bei den Eierpreisen positiv: Sie konnten um 13 Prozent zulegen.

Deutlich verteuert hätten sich im vergangenen Jahr neben Dünger und Energie (Diesel) die Futtermittel. Gerade für die Veredelungsbetriebe war der Boom an den internationalen Getreidemärkten kein Segen. Die Milcherzeuger büßten einen Teil des höheren Milchpreises durch spürbar niedrigere Kälbererlöse ein. Die Schweinemäster hatten den Vorteil billigerer Ferkel, die Bullenmäster konnten die Kälber günstiger einkaufen, so der Bauernverband.

Beim Getreide und den Ölsaaten wurde der überraschend schnelle Preisanstieg neben der gestiegenen Nachfrage nach Nahrungsgütern und dem wachsenden Bedarf im Bioenergiesektor auch von Missernten und einem Produktionsrückgang unterstützt, so der Bayerische Bauernverband. Danach sackten die weltweiten Vorräte auf den niedrigsten Stand seit über 30 Jahren. „Das derzeitige Preisniveau hatten wir aber bereits vor 25 bis 30 Jahren. Nahrungsmittel waren in den vergangenen Jahren Inflationsbremse Nummer eins und gaben im Preiskampf der Discounter und des LEH ständig nach“, sagte Willi Zellner von der Marktberichtstelle des Bayerischen Bauernverbandes.

Den stärksten Anstieg gab es bei Braugerste, wo die Versorgung am knappsten sei, da der Anbau seit Jahren unrentabel war und kontinuierlich abnahm. In Zukunft rechne der Bayerische Bauernverband bei großer Nachfrage mit dauerhaft höheren Getreidepreisen. Gemüse trug überwiegend nicht zur Steigerung der Ausgaben für Nahrungsmittel bei.

Weitere Informationen gibt es in der Marktberichtstelle des Bayerischen Bauernverbandes, Max-Joseph-Strasse. 9, 80333 München, Tel.: 089-55873112, E-Mail: Marktberichtstelle@BayerischerBauernVerband.de, www.BayerischerBauernVerband.de > Aktuelles > Märkte & Preise.

Quelle und Kontaktadresse:
Bayerischer BauernVerband (BBV), Körperschaft des öffentlichen Rechts Pressestelle Max-Joseph-Str. 9, 80333 München Telefon: (089) 558730, Telefax: (089) 55873505

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