Pressemitteilung | DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.
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Erbschaftsteuer schwere Hypothek bei der Unternehmensnachfolge / DIHK legt ersten Report zur Unternehmensnachfolge vor

(Berlin) - Risiken bei der Erbschaftsteuer erschweren jede fünfte Unternehmensnachfolge. Das geht aus dem ersten DIHK-Nachfolgereport hervor. Er basiert auf einer Auswertung von rund 12.000 Beratungsgesprächen der Industrie- und Handelskammern (IHKs) im vergangenen Jahr.

Demzufolge berichteten 19 Prozent der Senior-Unternehmer und 22 Prozent der potenziellen Nachfolger, dass die nicht abzusehende Erbschaftsteuerbelastung einer Weiterführung des Unternehmens innerhalb der Familie im Wege steht.

Hintergrund: Viele Vermögenswerte wie etwa Immobilien stehen zwar wertmäßig in den Büchern; ihnen stehen jedoch keine entsprechenden liquiden Mittel im Unternehmen gegenüber. Auch die Erben verfügen meist nicht über ausreichendes Barvermögen zur Zahlung der Erbschaftsteuer.

DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun: „Die Folge ist oftmals der Verkauf oder gar die Schließung des Unternehmens. Das macht den erheblichen politischen Handlungsbedarf bei der Erbschaftsteuer deutlich.“

Neben der Unsicherheit bei der Erbschaftsteuer gibt es eine Reihe weiterer Gründe, die ein Nachfolge erschweren. Ein Drittel aller Unternehmer berichten, dass sie keinen geeigneten Nachfolger finden. Zudem sind sich nach IHK-Erfahrungen viele Senior-Unternehmer nicht der großen Herausforderungen einer Unternehmensübertragung bewusst. 50 Prozent unterschätzen den Zeitbedarf. Eine erfolgreiche Unternehmensübertragung dauert mindestens drei Jahre. 36 Prozent können ihr Lebenswerk nur schwer loslassen. Bei 30 Prozent ist die Altersvorsorge zum Großteil im Unternehmen gebunden – es besteht außerhalb des Unternehmens keine ausreichende Zusatzvorsorge.

Im vergangenen Jahr - auch das ergab die Umfrage - konnten die IHKs mehr als 1.100 Unternehmen an einen Nachfolger vermitteln. Die meisten über Deutschlands größte Internet-Nachfolgebörse nexxt-change.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Ute Brüssel, Pressesprecherin Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 203080, Telefax: (030) 203081000

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