Pressemitteilung | Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
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Erneuerbare-Energien-Branche begrüßt Merkel-Statement zur Energiepolitik / Erneuerbare Energien senken Abhängigkeit von Energieimporten jedes Jahr um ein Prozent

(Paderborn) - Die Branche der Erneuerbaren Energien in Deutschland stellt sich hinter die Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Anteil der Energieimporte in Deutschland zu reduzieren. Gegenwärtig sei Deutschland bei Öl, Gas, Kohle und Uran zu insgesamt 75 Prozent von Importen insbesondere aus dem arabischen Raum und Russland abhängig – mit steigender Tendenz. Diese Entwicklung müsse dringend gestoppt werden. Mit Hilfe Erneuerbarer Energien und Energieeffizienz könne die Energieimportabhängigkeit bis 2020 auf unter 50 Prozent zurückgeführt werden. Allein durch den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland sei eine Reduzierung der Importabhängigkeit um jährlich einen Prozentpunkt möglich. Bereits heute sparten die Erneuerbaren Energien Energieimporte im Wert von 3,5 Milliarden Euro pro Jahr ein.

In einem offenen Brief haben die Verbände der Erneuerbaren Energien auf eine Rede von Merkel zum 20-jährigen Jubiläum des Forschungszentrums Karlsruhe reagiert. Dort hatte Merkel erklärt: "Wir wollen die Abhängigkeit von Importen so weit wie möglich verringern. Wir wollen möglichst konstante Preise garantieren. Wir sehen aber in diesen Tagen, wie schwierig das ist. Außerdem müssen wir den globalen Klimawandel im Blick haben. Wer sich einmal die Wachstumsraten in anderen Regionen der Welt anschaut, der erkennt, vor welch großer Aufgabe wir stehen."

Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie: "Erneuerbare Energien und der sparsamere Umgang mit Energie sind der einzig mögliche Weg, um aus der Falle der Importabhängigkeit noch rechtzeitig herauszugelangen. Deutschland hat die Technologie dafür und kann maßgebend auch für andere Länder sein." Ohne Erneuerbare Energien sei der Preisaufstieg bei Strom, Heizkosten und Benzin nicht aufzuhalten. Bereits heute seien Erneuerbare Energien häufig günstiger als Öl, Gas und herkömmlich produzierter Strom. Zudem würden Umweltkosten in Milliardenhöhe gespart. Für zukünftige Generationen bedeuteten Erneuerbare Energien die Garantie für eine sichere, umweltfreundliche und kostengünstige Energieversorgung. Die Voraussetzungen für einen effizienten Ausbau Erneuerbarer Energien seien im Koalitionsvertrag der Regierungskoalition bereits aufgeführt: Das bestehende Erneuerbare-Energien-Gesetz, die beschleunigte Markteinführung von Biokraftstoffen und die Schaffung eines Gesetzes für Wärme aus Erneuerbaren Energien. Letzteres warte allerdings immer noch auf Umsetzung.

Unterzeichner des offenen Briefes sind der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), Bundesverband Windenergie (BWE), Wirtschaftsverband Windkraftwerke (WVW), Geothermische Vereinigung - Bundesverband Geothermie (GtV-BV), Fachverband Biogas (FVB), Bundesverband Deutsche Wasserkraft (BDW) und der Bundesverband Bioenergie (BBE).

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) Milan Nitzschke, Geschäftsführer Teichweg 6, 33100 Paderborn Telefon: (05252) 939800, Telefax: (05252) 52945

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