Es reicht! CDU verliert soziale Bodenhaftung / Bildungsgewerkschaft zu CDU-Vorschlägen zur Studienfinanzierung
(Frankfurt am Main) Das Studium soll offenbar zum Ausnahmefall für Gutbetuchte und Hochintelligente werden. Das ist allen Vorschlägen gemeinsam, mit denen sich CDU-Politiker in den letzten Tagen überschlagen haben. Jetzt reicht es. Dem Markt und den Banken die Verantwortung für die akademische Ausbildung der jungen Generation zu übertragen, verschärft soziale Ungerechtigkeiten, sagte Eva-Maria Stange, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am 06. April in Reaktion auf Vorstöße der Baden-Württembergischen Kultusministerin Annette Schavan und der bildungspolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katharina Reiche.
Alle Studien der jüngsten Vergangenheit hätten darauf hingewiesen, dass Deutschland erheblich mehr Akademiker braucht. Die Quote der jungen Menschen, die mit dem Abitur eine Studienzugangsberechtigung erwerben, sei in den letzten zehn Jahren jedoch durchschnittlich nur um 0,6 Prozent gestiegen. Wenn wir dieses Tempo beibehalten, haben wir in 30 Jahren den internationalen Standard erreicht vorausgesetzt die anderen Länder warten auf uns. Es ist höchste Eisenbahn, die Quote der Studienberechtigten und der erfolgreichen Studienabschlüsse systematisch zu erhöhen. Sonst verliert Deutschland dauerhaft den Anschluss an die internationale Entwicklung, unterstrich Stange.
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