Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
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Etat für erneuerbare Energien und Energieeffizienz soll verdreifacht werden / EU-Parlament verabschiedet Bericht zum 7. Forschungsrahmenprogramm

(Berlin) - Die Europäische Union wird in der nächsten Periode mehr Geld für Forschung und Entwicklung ausgeben. Das EU-Parlament hat einen Bericht zum 7. Forschungsrahmenprogramm (2007 bis 2013) beschlossen, das die EU-Kommission im Entwurf vorgelegt hat und ein Budget von 50,8 Milliarden Euro für sieben Jahre vorsieht. Die Mittel für die Bereiche erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparung sollen auf 1,6 Milliarden Euro erhöht und damit verdreifacht werden, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilt. Insgesamt sind für den nicht atomaren Energiebereich rund 2,4 Milliarden Euro eingeplant. „Das EU-Parlament setzt mit dieser Mittelaufteilung deutliche Zeichen, wo innerhalb der Energieforschung die Schwerpunkte liegen müssen und werden“, kommentierte DBV- Generalsekretär Dr. Helmut Born den Beschluss der Europaabgeordneten. Für die Erforschung der Atomkraft sind 2,75 Milliarden Euro in den Jahren 2007 bis 2011 vorgesehen.

Die aufgestockten Mittel für erneuerbare Energien seien dringend notwendig, erklärte Born. Auf diesen Sachverhalt habe der DBV Anfang des Jahres mehrfach hingewiesen. Bei der Energieerzeugung aus Biomasse, der so genannten Bioenergie, bestehe noch erheblicher Forschungsbedarf. So stelle die Vorgabe, möglichst viel Energie pro Hektar Ackerfläche zu erzeugen, ein völlig neues Zuchtziel für die Pflanzenzüchtung dar. Auch bei den Anbauverfahren der Energiepflanzen sei noch viel zu optimieren. Darüber hinaus bestünden noch erhebliche Wissenslücken, was beispielsweise den Vergärungsprozess in Biogasanlagen angehe. Insgesamt muss also nach Aussage Borns noch viel Grundlagenforschung betrieben werden und gleichzeitig die Technik optimiert werden. Mit der deutlichen Mittelaufstockung sei nun aber eine wichtige Voraussetzung geschaffen, den Anteil der Umwelt und Klima schonenden Energieerzeugung aus Biomasse weiter zu erhöhen. Damit würden die negativen Effekte der fossilen Energieträger reduziert und die Wirtschaftskraft in ländlichen Räumen gestärkt. Das schaffe Investitionen, Innovationen und Arbeitsplätze, erklärte der DBV-Generalsekretär.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Pressestelle Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

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