Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)

EU bereitet de Facto Importstopp für Mais aus den USA vor / Transparenz beim Einsatz der Gentechnik dringend notwendig

(Bonn) - Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt, dass die EU-Mitgliedstaaten den Vorschlag der EU-Kommission akzeptieren, künftig alle Partien von Mais und Maisprodukten, die aus den USA in die EU eingeführt werden, mit einem Zertifikat zu versehen. Dieses Zertifikat muss bestätigen, dass gentechnisch veränderter Bt10-Mais in den Partien nicht enthalten ist. Damit wird für Landwirte und Futtermittelwirtschaft Klarheit geschaffen.

Allerdings ist es der Wissenschaft gegenwärtig noch nicht möglich, Routinekontrollen auf BT10-Mais vorzunehmen. Damit kommt diese Entscheidung einem de-facto-Importstopp für Mais und Maisprodukte aus den USA gleich. Durch die Vorgehensweise der EU dürfte vermutlich kein amerikanisches Corngluten (verarbeiteter Mais aus der Ethanolproduktion) in der Tierfütterung mehr eingesetzt werden. Diese Mengen sind zwar durch einheimische Mengen ersetzbar. Es ist aber jetzt schon absehbar, dass sich durch diese Entscheidung ein neuer Handelskonflikt zwischen Europa und der USA zusam¬menbraut.

Der DBV weist darauf hin, dass nach derzeitigem Erkenntnisstand kein BT10-Mais als Urprodukt nach Deutschland importiert worden ist. Deutschland führte ca. 400.000 Tonnen Maisprodukte aus den USA ein. Davon könnten ca. 200.000 Tonnen mit dem Bt10-Mais-Konstrukt in Berührung gekommen sein.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV) Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn Telefon: 0228/81980, Telefax: 0228/8198205

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