Pressemitteilung | SPECTARIS. Deutscher Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik e.V.
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EU-Mercosur stärkt Exporte deutscher Photonik-, Labortechnik- und Medizintechnik-Unternehmen

(Berlin) - SPECTARIS begrüßt die bevorstehende Unterzeichnung des EU-Mercosur-Abkommens als wichtigen Schritt zur Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Lateinamerika. Das Abkommen eröffnet insbesondere für deutsche Unternehmen aus Photonik, Medizintechnik, Analysen-, Bio- und Labortechnik sowie der Augenoptik neue Marktchancen.

Für viele Produkte dieser Branchen – darunter Lasersysteme, optische Komponenten, medizinische und diagnostische Geräte sowie Labor- und Analyseinstrumente – sollen die bislang in den Mercosur-Staaten erhobenen Einfuhrzölle von häufig 14 bis 18 Prozent vollständig entfallen. Gerade für mittelständische Hightech-Unternehmen verbessert dies die Wettbewerbsfähigkeit und erleichtert den Marktzugang erheblich. Positiv zu bewerten ist zudem der erstmals geregelte Zugang europäischer Unternehmen zu öffentlichen Ausschreibungen, unter anderem im Gesundheitswesen. Dies kann mittelfristig neue Möglichkeiten für die Ausstattung von Krankenhäusern, Laboren und diagnostischen Einrichtungen eröffnen. Ergänzend sollen transparentere Zollverfahren und klarere Regeln insbesondere KMU entlasten.

„Das EU-Mercosur-Abkommen ist ein starkes Signal für offene Märkte und regelbasierten Handel in geopolitisch schwierigen Zeiten. Für unsere Branchen schafft es konkrete wirtschaftliche Vorteile – von Zollabbau über bessere Ausschreibungszugänge bis hin zu mehr Planungssicherheit für technologieintensive Exporte“, erklärt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Deutschen Industrieverbands SPECTARIS.

Somit setzt das Abkommen ein wichtiges Zeichen gegen zunehmenden Protektionismus, der in vielen Märkten weltweit wieder an Bedeutung gewinnt, und stärkt stattdessen offene, verlässliche und faire Handelsbeziehungen. SPECTARIS sieht das Abkommen als wichtigen Beitrag zur Diversifizierung von Absatzmärkten und Lieferketten. Gleichzeitig bleibt festzuhalten, dass geopolitische Spannungen und mögliche handelspolitische Gegenreaktionen anderer globaler Akteure Risiken darstellen. Diese dürfen jedoch nicht den Blick auf die strategischen Chancen einer engeren wirtschaftlichen Partnerschaft mit Lateinamerika verstellen.

Quelle und Kontaktadresse:
SPECTARIS. Deutscher Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik e.V., Christof Weingärtner, Pressesprecher(in), Robert-Koch-Platz 4, 10115 Berlin, Telefon: 030 414021-0

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