EU mixt energiepolitischen Gift-Cocktail
(Bonn) - Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hält das Energie-Paket, das die EU Kommission am 10. Januar 2007 vorgelegt hat für unzureichend und fehlgeleitet.
Die Kommission spricht von einem Energiemix, doch was sie da zusammengemischt hat, ist eher ein energiepolitischer Gift-Cocktail, kritisiert Hubert Weinzierl, Präsident des DNR.
Die Kommission schlägt vor, sämtliche möglichen Energieträger in den europäischen Energiemix aufzunehmen. Dabei sollen auch die erneuerbaren Energien gefördert werden. Doch der Schwerpunkt liegt eindeutig auf fossilen Technologien und Atomkraft. Effizienz spielt nur eine Nebenrolle. Mit Technologien aus dem vergangenen Jahrhundert setzt die Kommission auf das falsche Pferd, so Weinzierl. Offenbar hat sie einen tiefen Bückling vor den nationalstaatlichen Interessen und rückwärtsgewandten Energielobbyisten hingelegt.
Bei den Zielvorgaben bleibt das Energiepaket hinter den wissenschaftlichen Erkenntnissen und technologischen Möglichkeiten zurück. Umweltverbände fordern eine 30-prozentige Reduktion der Treibhausgase in der EU bis 2020 (Basisjahr 1990), 25 Prozent Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtprimärenergiebedarf und sektorale Ziele für erneuerbare Energien in den Bereichen Strom und Kälte/Wärme. Nichts davon findet sich in dem Papier.
Unsere Zielforderungen sind keinesfalls unrealistisch, meint Weinzierl. Wenn wir es mit dem Kampf gegen den Klimawandel ernst meinen, dann brauchen wir endlich den Mut, unser Energiesystem CO2-frei zu gestalten.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Naturschutzring Dachverband der deutschen Natur- und Umweltschutzverbände e.V. (DNR)
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Telefon: (0228) 359005, Telefax: (0228) 359096
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