Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)

EU-Parlament sichert Arbeits- und Gesundheitsschutz in Europa

(Berlin) - Zur Abstimmung über die Arbeitszeitrichtlinie im Europäischen Parlament sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock am Mittwoch (17. Dezember 2008) in Berlin:

"Ich beglückwünsche das Europäische Parlament zu seiner klaren Entscheidung für den Erhalt des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in Europa. Mit den Vorschlägen des Berichterstatters Cercas ist gewährleistet, dass Bereitschaftsdienst weiterhin grundsätzlich Arbeitszeit ist. Durch die Möglichkeit, über Tarifverträge die Bereitschaftszeiten besonders zu gewichten, können praktikable Lösungen gefunden werden.

Wir begrüßen es ganz besonders, dass das Parlament dem so genannten opt-out eine klare Absage erteilt hat. Arbeits- und Gesundheitsschutz muss ein grundsätzlicher Standard in ganz Europa sein und darf nicht durch Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer unterschritten werden. Nach dem klaren Votum des Parlamentes ist nun der Rat gefordert, im Vermittlungsverfahren von seiner bisherigen Haltung abzurücken. Eine solche Mehrheit der von den BürgerInnen in Europa gewählten Vertretung darf nicht ignoriert werden."

Am Dienstag (16. Dezember 2008) hatten in Straßburg rund 15.000 GewerkschafterInnen aus ganz Europa gegen die Arbeitszeitrichtlinie demonstriert.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324

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