Pressemitteilung | Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
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EU-Programm Horizont Europa: “Industrie muss über Forschungs-Prioritäten mitentscheiden"

(Frankfurt am Main) – Zu den Vorbereitungen zum nächsten EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ sagt Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA:

• „Wettbewerbsfähigkeit und Technologieführerschaft basieren auf umsetzungsfähiger Forschung. Deshalb muss das EU-Forschungsprogramm 2028, das derzeit in den EU-Institutionen konzipiert wird, unbedingt das Wissen der Industrie stärker in die Gestaltung des Programms aufnehmen, um in Europa zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Richtig ist daher, dass mit dem Horizont-Teilprogramm ,Wettbewerbsfähigkeit und Gesellschaft´ diese Priorität klar umgesetzt wird. ”

• „In den bisherigen Entwürfen von EU-Kommission und EU-Parlament sitzt der industrielle Mittelstand nur auf der Tribüne. Die Beteiligungsmöglichkeiten dieser hoch innovativen Unternehmen an strategischer Prioritätensetzung und Implementierung sind in den Entwürfen nur unzureichend verankert.”

• “Damit riskieren die Horizont-Verantwortlichen, dass die EU-Forschungsaktivitäten schlussendlich nicht den technologischen Bedürfnissen der Industrie entsprechen, technologische Entwicklungen verpasst und Forschungsergebnisse nicht ausreichend aufgegriffen und skaliert werden.“

• „Die zukünftige Struktur des EU-Forschungsrahmenprogramms muss gewährleisten, dass Unternehmen an den Definitionen der Forschungsprioritäten und Projekten beteiligt werden – beispielsweise durch industriegeführte Plattformen, die die Relevanz der Themen und den Zugang sicherstellen.”

• “Ziel muss sein, dass EU-Forschungsgelder auch bei den Unternehmen ankommen. Hier gibt es erheblichen Nachholbedarf: So erhalten beispielsweise die deutschen Maschinenbauer - Europas größte Industriebranche - für 100 Euro Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen nur 0,26 Euro Zuschüsse aus Brüssel – also so gut wie nichts. Wir benötigen mehr ,Research for Industry’ und weniger ,Research for Library’.“

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA), Holger Paul, Leiter(in) Kommunikation, Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt am Main, Telefon: 069 66030

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