EU-Reformvorschläge für Wein inakzeptabel / DBV und Deutscher Weinbauverband zur EU-Weinmarktordnung
(Berlin) - Die von der Europäischen Kommission heute (04. Juli 2007) vorgestellten Vorschläge für eine Reform der EU-Weinmarktorganisation sind nicht akzeptabel. Dies stellte der Deutsche Bauernverband (DBV) in Abstimmung mit dem Deutschen Weinbauverband in einer ersten Reaktion fest. Mit den vorgestellten Vorschlägen der Kommission werde das oberste Ziel einer Weinmarktreform - die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe in einem globalen Weinmarkt zu verbessern - nicht erreicht. Das Gegenteil sei der Fall: Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Weinwirtschaft werde drastisch verschlechtert, erklärten die beiden Verbände. Die Schlechterstellung der deutschen Weinwirtschaft sei insbesondere begründet durch das Verbot der Saccharoseanreicherung sowie die Änderung der Anreicherungsregeln, die Abschaffung des derzeitigen Qualitätssystems und der qualitätsorientierten Anbauregelung sowie die völlig unzureichende Ausgestaltung des nationalen Finanzrahmens.
Der DBV hält wie der Deutsche Weinbauverband auch für die Zukunft die Beibehaltung traditioneller Weinherstellungsverfahren für zwingend erforderlich. Auch spezielle Regeln für die Etikettierung und für den Herkunftsschutz des deutschen Weines seien beizubehalten. Qualitätsorientierte Anbauregelungen und Anpflanzregelungen müssten auch künftig ermöglicht und fortzuführen sein, gekoppelt mit einer Offensive für Qualitätswein.
Der DBV forderte die Bundesregierung und den Europäischen Agrarrat auf, die jetzigen Vorschläge zurückzuweisen und von der EU-Kommission neue zukunftsorientierte Vorschläge für den Wein einzufordern.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Pressestelle
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