Pressemitteilung | Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BDL)
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Europa wächst zusammen / BDL fördert die Verständigung junger Menschen aus Süd-Ost-Europa

(Berlin) - Mit einer ungewöhnlichen Fortbildung macht der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) derzeit von sich reden. Und das gleich in doppelter Hinsicht. Denn dafür kommen junge Menschen aus Deutschland, Frankreich, Bosnien und Herzegowina sowie Serbien zusammen, um über Nationalitäten, Ethnien und Ländergrenzen hinweg gemeinsam herauszufinden, wie sie besser zum Nachdenken über Geschichte anregen können.

Doch von vorn: Seit geraumer Zeit pflegt der BDL Partnerschaften mit Gruppen und Verbänden aus Frankreich. Dank der Förderung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) lernen junge Menschen Verständigung, Solidarität, interkulturelles Lernen und Zusammenarbeit. In diesem Jahr hat der deutsche Landjugendverband in Kooperation mit anderen Organisationen einen Ausbildungszyklus begonnen, bei dem Teilnehmer aus vier Ländern sich auf die Spuren der Geschichte begeben und über die Folgen der Weltkriege auf das heutige Europa nachdenken.

Während die erste Phase im Mai in Narbonne der Biografie-Arbeit gewidmet war, beschäftigt sich das Oktoberseminar in Berlin mit pädagogischer Erinnerungsarbeit. Dabei gehen die Teilnehmer der Frage nach, wie institutionelle Erinnerungsarbeit abläuft. Die Gruppe hinterfragt, wie Denkmäler entstehen, wer darüber entscheidet und wie sie sich entwickeln.

In der Hauptstadt geht es um die Erprobung von Methoden, die ein Nachdenken über die Geschichte anregen und einen Austausch über die verschiedenen Sichtweisen in Gang setzen können. Dazu gehört der Besuch von geschichtsträchtigen Orten wie das Haus der Wannsee-Konferenz. Doch die vielsprachige Gruppe verbringt ihre Zeit nicht nur im grübelnden Austausch, sondern auch auf lebendige und zukunftsbejahende Weise. Dazu gehören z.B. Berichte über die Selbsterkundung Berliner Denkmäler, das Mitteilen von Empfindungen, ein Theaterworkshop zum Thema... Insgesamt hat der BDL den Berliner Teil der ungewöhnlichen Fortbildungsreihe so ausgerichtet, dass Kopf und Herz angesprochen werden.

Spannend für Deutsche und Franzosen ist natürlich zu erleben, wie Teilnehmer aus Ländern, die vor nicht allzu langer Zeit im Krieg gelegen haben, hier in Berlin auf eher unverkrampfte Art und Weise miteinander agieren können. Dabei waren sie eher darauf eingerichtet, eine Vermittlerrolle einnehmen zu müssen. "Es scheint so zu sein, dass die Jugendlichen eine Vorreiterrolle in Bezug auf das spielen, was von den älteren Generationen und den Politikern erst noch bearbeitet werden sollte", so Timm Uekermann vom BDL.

Selbstverständlich wird während des Austauschs, der am 10. Oktober endet, auch die aktuelle Flüchtlingsproblematik nicht aus den Gesprächen ausgeklammert, da alle beteiligten Länder betroffen sind.

Die Seminarreihe wird im Mai 2016 in Sarajevo und Krusevac fortgesetzt. Dort soll es u.a. darum gehen, andere Methoden auszuprobieren, zum Beispiel was man mit Kunst (u.a. durch theaterpädagogische Methoden) erreichen kann. Der DFJW fördert bei diesem Seminarzyklus aufgrund der besonderen Bedeutung nicht nur die deutschen und französischen Teilnehmer, sondern auch die der beiden zusätzlichen europäischen Länder.

Der BDL unterstützt das Fremdsprachenlernen mittels binationaler Tandemsprachkurse. Der Jugendverband bildet Sprach- und Kulturmittler sowie Gruppenleiter in pädagogischen Trainings zur Erweiterung ihrer Handlungs- und Methodenkompetenz aus.

Anmeldungen: BDL, Timm Uekermann, Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin, Tel.: 030 - 31904-256, Fax: 030 - 31904-206, Mail: t.uekermann@landjugend.de, Web: www.landjugend.de

Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V. (BDL), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Carina Gräschke, Pressereferentin Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-253, Fax: (030) 31904-206

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