Pressemitteilung | Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen e.V. (BDU) - Hauptgeschäftsstelle Bonn
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Europäischer Dachverband schwächt Prognose für die Beraterbranche im laufenden Jahr ab

(Bonn/Brüssel) – Der europäische Dachverband der Consultingbranche, die European Federation of Management Consulting Associations (FEACO) mit Sitz in Brüssel, legt in seiner aktuellen Marktstudie FEACO-Survey 2001 für das zurückliegende Jahr mit einem Gesamtumsatz von rund 47,5 Milliarden Euro und einem durchschnittlichen Branchenwachstum von 11 Prozent noch sehr erfreuliche Zahlen vor. Zum Zeitpunkt der Befragung hatten sich die einzelnen nationalen Beraterverbände hinsichtlich der weiteren Aufwärtsentwicklung des europäischen Beratungsmarktes für das Jahr 2002 weiterhin optimistisch gezeigt. Diese Erwartung müsse allerdings nunmehr korrigiert werden. FEAC0-Präsident Rémi Redley sieht die prognostizierte zehnprozentige Steigerung in unerreichbare Ferne gerückt: „Wir werden in Europa bis zum Ende des Jahres vielleicht noch drei bis vier Prozent durchschnittliches Umsatzwachstum in der Beraterbranche verwirklichen können. In manchen Ländern ist aber auch ein Minuswachstum nicht auszuschließen.“

So gebe es zum Beispiel in Skandinavien und auch in Deutschland durch die sehr zögerliche Investitionsneigung der Unternehmen eine schwächere Nachfrage nach Beratungsleistungen. Bessere Marktentwicklungen wie beispielsweise in Spanien oder Italien beruhten in erster Linie auf einer Ausweitung des Outsourcing-Geschäftes. „Dieser Teilmarkt ist in manchen Ländern noch sehr wenig entwickelt und bietet so die Möglichkeit, in ein Wachstumssegment auszuweichen“, erläutert Redley, der auch Präsident des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. ist, und seit seiner Wahl im Juli 2002 zusätzlich die europäischen Interessen der Consultants vertritt.

Gründe für das überraschend zweistellig ausgefallene Umsatzwachstum im Jahr 2001 sieht die FEACO in den zahlreichen Projekten zur Euro-Einführung, in der EU-Erweiterung , der fortschreitenden Globalisierung und der starken Nachfrage durch Unternehmen der New Economy im ersten Halbjahr 2001.

Laut FEACO-Studie 2001 lag der Anteil der IT-Beratung bzw. die IT-Implemen-tierung 2001 bei rund 32 Prozent. Es folgten die Strategieberatung mit 26 Prozent, die Organisationsberatung mit 25 Prozent, die Outsourcing-Leistungen mit 13 Prozent und die Human-Resources-Beratung mit etwa vier Prozent Anteil. Obwohl Beratungsaufträge aus dem öffentlichen Bereich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen seien, finde das Gros der Beratungsprojekte zu über 90 Prozent in privaten Unternehmen der Industrie und Wirtschaft statt. Die stärkste Nachfrage nach Beratungsleistungen sei mit gut 26 Prozent im verarbeitenden Gewerbe zu verzeichnen.

Die stetig zunehmende Klienten-Nachfrage nach integrierten Beratungslösungen aus einer Hand habe dazu geführt, dass die führenden Beratungsunternehmen gezwungen waren, ihr Leistungsangebot zu erweitern. Infolgedessen habe auch die Konzentration in der Branche auf europäischer Ebene weiter zugenommen. Der Marktanteil der Top 20-Beratungsunternehmen sei von rund 47 Prozent im Jahr 1998 auf 51 Prozent im Jahr 2001 gestiegen.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V. (BDU) Zitelmannstr. 22 53113 Bonn Telefon: 0228/9161-0 Telefax: 0228/9161-26

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