Europaweite Proteste der Gewerkschaften und Unilever-Betriebsräte / Möllenberg: Wir fordern die Überprüfung der Gesamtstrategie!
(Hamburg) - Unilever kommt nicht vorwärts im Geschäft, sondern entwickelt sich immer mehr zurück, so Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung- Genuss- Gaststätten (NGG), auf einer Betriebsversammlung der Unilever-Hauptverwaltung am Donnerstag in Hamburg. Die Zahl der Arbeitsplätze bei Unilever in Deutschland und Europa schrumpfe in beängstigendem Ausmaß. Insbesondere die einsamen Entscheidungen der europäischen Konzernspitze zur Verlagerung administrativer Tätigkeiten im Personal- und Finanzsektor sowie im IT- Bereich in so genannte Shared Services Center in Billiglohnländer sind nicht mehr hinnehmbar. Dazu kommt die ungewisse Zukunft im Bereich Tiefkühlkost. Das Maß ist voll! In den achtziger Jahren habe es bei Unilever in Europa noch 190.000 Arbeitsplätze gegeben, wovon fast 40.000 Stellen auf Deutschland entfallen seien. Heute seien hier nur noch 52.000 bzw. 8.000 Menschen in Arbeit.
Wenn es bei der derzeitigen Unilever-Strategie bleibe, würde Unilever zum Markeninhaber und Handelshaus verkümmern. Diese Strategie widerspricht nicht nur den Arbeitnehmerinteressen, sondern kann langfristig auch nicht dem shareholder- Willen dienen, erklärte der NGG Vorsitzende Bereits auf einer globalen Gewerkschaftstagung mit Arbeitnehmervertretern des Unilever- Konzerns am 15./16.November 2005 in den Niederlanden hätten Afrikaner und Inder, Amerikaner und Osteuropäer solidarisch das Vorhaben von Unilever abgelehnt, 2.500 administrative Arbeitsplätze aus Westeuropa heraus zu verlagern. Auch die Planspiele des Managements in Rotterdam, das Tiefkühlgeschäft zu verkaufen, hätten Empörung ausgelöst.
In Hamburg forderte Möllenberg:
-die eingehende Prüfung des Themas Shared Services,
-den Verbleib des Tiefkühlgeschäftes bei Unilever,
-das Überdenken der Gesamtstrategie,
-weniger Zentralismus und stattdessen die Sicherung des Geschäftes sowie
-Verhandlungen des zentralen Managements mit dem Europäischen Betriebsrat und den Gewerkschaften.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)
Pressestelle
Haubachstr. 76, 22765 Hamburg
Telefon: (040) 38013-0, Telefax: (040) 3892637
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