Fachkräftemangel ist wichtigste Herausforderung für Optische Technologien / Industrieverband SPECTARIS Branche rechnet mit Wachstumsplus von 9 Prozent für 2008
(Berlin) - Der Fachkräftemangel in Deutschland ist für die Unternehmen der Optischen Technologien die wichtigste Herausforderung in den nächsten Jahren. Die Optischen Technologien zählen zu den wichtigen Wachstums- und Zukunftsbranchen der deutschen Wirtschaft. Um auf dem Erfolgskurs zu bleiben, müssen Wirtschaft und Politik jetzt schon an die Zukunft denken und die Technikbegeisterung bereits in den Schulen fördern, unterstrich der Geschäftsführer des Industrieverbands SPECTARIS, Sven Behrens, anlässlich der Fachmesse OPTATEC in Frankfurt am Main.
Die Optischen Technologien sind ein Job-Motor: Im vergangenen Jahr stiegt die Mitarbeiterzahl in der Branche um 7 Prozent auf 114.000 an. Als Basis für die Entwicklung und Herstellung der Produkte zahlreicher anderer Industrien beeinflussen die Optischen Technologien indirekt bis zu 15 Prozent der rund 5,8 Millionen Arbeitsplätze des verarbeitenden Gewerbes. Gleichzeitig liegt hier das Problem der Branche. 64 Prozent der SPECTARIS-Mitgliedsunternehmen sehen den Fachkräftemangel als wichtigste Herausforderung in den nächsten fünf bis zehn Jahren. Nach Ansicht von Behrens müsse nicht nur an die Förderung der jungen Menschen gedacht werden. Um der demographischen Entwicklung zu begegnen, sollten ältere Fachkräfte stärker eingebunden und die Zuwanderungsbedingungen für ausländische Mitarbeiter erleichtert werden. Außerdem müssten weibliche Fachkräfte durch verbesserte Rahmenbedingungen unterstützt werden.
Die rund 1.000 Unternehmen in Deutschland steigerten ihren Umsatz im vergangenen Jahr um rund 13 Prozent auf 22 Milliarden Euro. Im Inland gab es ein Plus um 15 Prozent auf sieben Milliarden Euro. Mit 15 Milliarden Euro und einer Steigerung um zwölf Prozent wurden zwei Drittel der Erlöse im Ausland erzielt. Wichtigster internationaler Absatzmarkt bleibt dabei die Europäische Union mit rund 68 Prozent aller Exporte. Große Zuwächse erzielte die Branche in China. Hier legten die Ausfuhren um 45 Prozent zu, auch wenn der Anteil Chinas am deutschen Gesamtexport mit zwei Prozent noch gering ist. Das große Innovationspotenzial der Unternehmen belegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Gemessen am Umsatz betrug diese Quote rund zehn Prozent. Das Wachstum wird sich nach SPECTARIS-Prognose fortsetzen. Für das laufende Jahr wird ein Umsatzplus von neun Prozent erwartet, die Zahl der Beschäftigten dürfte um mindestens drei Prozent steigen.
Die wichtigsten Anwendungsbereiche der Optischen Technologien sind die Produktionstechnik, die Bildverarbeitung und Messtechnik, die Medizintechnik, die Optische Kommunikationstechnik, die Informations- und Drucktechnik, die Beleuchtungstechnik und die Bereiche Halbleiter und Solar.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V. (SPECTARIS)
Stefan Diepenbrock, Leiter, Verbandskommunikation
Saarbrücker Str. 38, 10405 Berlin
Telefon: (030) 414021-0, Telefax: (030) 414021-33
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