Familienunternehmer loben SPD-Vorstoß zum Einwanderungsgesetz / Reinhold von Eben-Worlée: Gesetz zur Bekämpfung des Fachkräftemangels längst überfällig
(Berlin) - Nach wochenlangem Tauziehen einigten sich CDU/CSU und SPD gestern auf einen Maßnahmenplan in der Migrationspolitik. Ein Einwanderungsgesetz soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden.
Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER: "Es ist gut, dass die SPD aufs Tempo drückt und den Asyl-Kompromiss von CDU und CSU um ein Einwanderungsgesetz ergänzt. Wichtig ist nun die konkrete Ausgestaltung. Ein Fachkräfte-Einwanderungsgesetz sollte bedarfsorientiert sein sowie ein Punktesystem beinhalten, das ausländische Arbeitnehmer in Kategorien wie Alter, Sprachkompetenz und Qualifikation einteilt. In jedem Fall sollte der Zuwanderer aber ein konkretes Arbeitsplatzangebot von einem seriösen Unternehmen vorweisen können, um einwandern zu dürfen. Wichtig ist, dass alle bestehenden Rechtsvorschriften zur Einwanderung übersichtlich zusammengefasst und somit bürokratische Hürden abgebaut werden."
von Eben-Worlée weiter: "Der Fachkräftemangel ist in vielen Branchen und Regionen eine Wachstumsbremse. Das stellt viele Familienunternehmen und vor allem die, die außerhalb der großen Metropolen tätig sind, vor große Probleme. Wir Familienunternehmer spüren zunehmend, was es bedeutet, Stellen nicht besetzen und Aufträge nicht annehmen zu können und Kunden vertrösten zu müssen."
76 Prozent der Familienunternehmen wären laut einer Verbandsumfrage bereit, mehr qualifizierte ausländische Fachkräfte einzustellen, gäbe es ein eigenständiges Fachkräfte-Einwanderungsgesetz, das die Migrationsverfahren entbürokratisiert. "Ein solches hat uns die Koalition in Aussicht gestellt", so von Eben-Worlée abschließend.
Quelle und Kontaktadresse:
DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V.
Anne-Katrin Moritz, Pressesprecherin
Charlottenstr. 24, 10117 Berlin
Telefon: (030) 300650, Fax: (030) 30065390
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