Familienunternehmer zu Münteferings und Steinmeiers Reformaufrufen
(Berlin) - Mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem Ex-SPD Vorsitzenden Franz Müntefering drängen gleich zwei SPD-Granden, einer davon der erste Mann im Staat, in großen Interviews auf umfassende Wirtschaftsreformen. Sie fordern damit die Regierungsparteien auf, endlich hierzu den Mut zu finden. Die SPD-Genossen in der Regierung sollten auf diese erfahrenen Stimmen hören.
Marie-Christine Ostermann, Präsidentin der Familienunternehmer:
„Müssen quasi erst die Altvorderen der SPD auf den Tisch hauen, damit sich endlich – hoffentlich - etwas bewegt? Offenbar ja. Franz Müntefering und Frank-Walter Steinmeier haben die Alarmzeichen der Zeit erkannt und melden sich öffentlich zu Wort. Denn sie wissen aus Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn die Wirtschaft extrem lahmt und gleichzeitig auch noch die Sozialsysteme tief in den roten Zahlen feststecken. Sie wissen aber auch, wie man mit mutigen Reformen auch gegen heftige Widerstände die Wirtschaft und das Land wieder auf Kurs bringt. Denn beide gehörten zu den „Architekten“ der Agenda 2010.
Solch Architektenmuts bedarf es jetzt auch. Denn wir befinden uns mindestens in ebenso schwieriger Lage. Die Unternehmensinsolvenzen stiegen 2025 auf den höchsten Stand seit 2014. 24.064 Unternehmensinsolvenzen meldet das Statistische Bundesamt, das sind gut zehn Prozent mehr als im schon schlechten Jahr zuvor. Diese Zahlen sind der Indikator dafür, wie miserabel es der deutschen Wirtschaft derzeit wirklich geht. Denn mit jedem Unternehmen, das von der Bildfläche verschwindet, beschleunigt sich die Abwärtsspirale: mit jedem Arbeitsplatz gehen nicht nur die Einnahmen der ohnehin schwächelnden Sozialsysteme und der Finanzämter verloren, sondern es geht auch der Glaube an die Vorteile der Demokratie verloren. Jeder Unternehmenstod verschärft die finanzielle Situation des Sozialstaates, denn aus denen, die ihre Arbeit verlieren, werden noch mehr Empfänger staatlicher Sozialleistungen. Ein Teufelskreis ist bereits in Gang gesetzt.
Doch ein Reformwille der Bundesregierung ist bisher trotzdem nicht erkennbar. Das liegt im Bereich des Sozialstaates vor allem an der SPD. Deshalb ist es richtig, wenn Müntefering in erster Linie seine eigene Partei in die Verantwortung nimmt. Mit der Abschaffung der Rente 63 und flexibleren Übergängen vom Arbeitsleben in den Ruhestand spricht Müntefering genau die richtigen Themen an. Mit Müntefering und dem Bundespräsidenten kann man der SPD nur raten, nüchtern auf die Realität zu reagieren. Wer die Strukturkrise nur aussitzen will und jeden volkswirtschaftlich vernünftigen Reformansatz blockiert, wird von immer mehr Wählern abgestraft.“
Quelle und Kontaktadresse:
DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V., Birte Siedenburg, Pressesprecher(in), Charlottenstr. 24, 10117 Berlin, Telefon: 030 300650
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