Pressemitteilung | Deutscher Familienverband e.V. (DFV)
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Familienverband begrüßt CDU-Beschluss zur Elterngeld-Reform

(Berlin) - Der CDU-Bundesparteitag in Stuttgart hat mit großer Mehrheit einen Antrag der Jungen Union (JU) angenommen, der eine umfassende Reform des Elterngeldes fordert. Der Deutsche Familienverband (DFV) sieht darin einen entscheidenden Durchbruch für die finanzielle Anerkennung von Erziehungsleistungen.

Seit der Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007 sind die Grundbeträge trotz massiver Inflation und steigender Lebenshaltungskosten nicht erhöht worden. Der nun verabschiedete Beschluss der CDU greift die Kritik des DFV auf: Die Partei setzt sich künftig für eine Erhöhung der Grundbeträge ein.

Petra Nicolaisen, Präsidentin des Deutschen Familienverbandes, erklärt dazu:
„Der Deutsche Familienverband begrüßt es ausdrücklich, dass die CDU den Mut aufbringt, die fatalen Nullrunden beim Elterngeld endlich zu beenden. Seit fast zwei Jahrzehnten wurde der Grundbetrag von 300 Euro nicht angepasst. Nimmt man das Erziehungsgeld als Vorläufer des Elterngeldes zu Grunde, stagniert der Grundbetrag seit 40 Jahren auf einem extrem niedrigen Niveau. Inflationsbereinigt ist das eine massive Entwertung der Unterstützung für junge Familien. Dass die CDU nun fordert, diese Grundbeträge anzuheben, ist ein starkes Signal für den Stellenwert der Familie in unserer Gesellschaft.“

Die Kernforderungen des DFV zur Elterngeld-Reform

Um das Elterngeld wieder zu einem wirksamen Instrument zu machen, fordert der DFV konkret:

1. Verdoppelung des Mindestbetrages: Der Sockelbetrag des Basiselterngeldes muss von derzeit 300 Euro auf mindestens 600 Euro angehoben werden. Nur so kann der Kaufkraftverlust ausgeglichen und insbesondere einkommensschwachen Familien sowie Mehrkindfamilien wirksamer geholfen werden. Dieser Betrag muss regelmäßig an die Inflation angepasst werden.
2. Anhebung des Höchstbetrages: Der maximale Auszahlungsbetrag des Elterngeldes muss von 1.800 Euro auf mindestens 2.300 Euro steigen. Nur eine Anpassung an die allgemeine Lohnentwicklung stellt sicher, dass das Elterngeld seine Funktion als echte Lohnersatzleistung für beide Elternteile behält und auch Väter motiviert, länger in Elternzeit zu gehen. Auch hier ist eine Inflationsanpassung sicherzustellen.

„Familien sind das Fundament unseres Staates, aber sie werden seit Jahren finanziell abgehängt“, so Nicolaisen. „Der Beschluss des CDU-Parteitages muss nun zum Maßstab einer guten Familienpolitik werden. Wer von ‚Zeitenwende‘ spricht, darf die Kleinsten in unserer Mitte und ihre Eltern nicht vergessen.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Familienverband e.V. (DFV), Seelingstr. 58, 14059 Berlin, Telefon: 030 30882960

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