Pressemitteilung | VhU - Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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Fasbender: „Wir finden es schade, dass zu hohe Erwartungen geweckt werden.“

(Frankfurt) - „Wir haben in der Metall- und Elektro-Industrie mit viel Mühe wieder einen Grad der internationalen Wettbewerbsfähigkeit erreicht, der zu guten Ergebnissen 2006 geführt hat und sich ganz allmählich auch als Beschäftigungsaufbau auswirkt – in Deutschland 30.000 neue Arbeitplätze. Vor diesem Hintergrund finden die Arbeitgeber in Hessen es schade, dass mit der Lohnempfehlung des IG Metall Bezirks Frankfurt von ‚6 Prozent plus x’, zu hohe Erwartungen geweckt werden“, kommentierte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes HESSEN METALL. Die M+E-Industrie in Hessen wolle ihre Mitarbeiter natürlich an der derzeit guten wirtschaftlichen Lage beteiligen, aber ohne die Unternehmen dauerhaft zu belasten. Das gelinge am besten mit einem zweigeteilten Tarifabschluss, der einerseits eine moderate tabellenwirksame Steigerung umfasse und andererseits auf die gute konjunkturelle Lage 2006 mit einem einmaligen Konjunkturbonus reagiere.

Der letzte Tarifabschluss mit 3 Prozent und einer variablen Einmalprämie, den viele Unternehmen im April 2006 als überzogen kritisiert hätten, läge gerade neun Monate zurück. Alle Daten zeigten aber, dass 2007 nicht mehr dieselben Spielräume vorhanden seien wie 2006. Daran müsse sich die Lohnpolitik orientieren. Das Wachstum schwäche sich ab, für den Export würden die Währungsverhältnisse schwieriger. Im vergangenen Jahr habe die Produktion in der M+E­Industrie sechs Prozent zugelegt, nun erwarte man noch drei bis 3,5 Prozent. „Angesichts der überdurchschnittlich hohen Internationalisierung der hessischen M+E-Unternehmen bereitet mir die Signalwirkung auf ausländische Investoren besonders große Sorgen. Wenn bei diesen Entscheidern über Kapazitätsaufbau der Eindruck entstehe, die M+E-Industrie in Deutschland und Hessen verlasse den Pfad moderater Lohnpolitik, dann könnten wir ganz schnell Entscheidungen gegen den Standort Deutschland bekommen."

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

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