Pressemitteilung | Deutscher Tourismusverband e.V. (DTV)
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Finanzkrise in deutscher Tourismusbranche bisher nicht spürbar

(Bonn) - Der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) zieht für den Deutschlandtourismus im Jahr 2008 eine vorläufig positive Bilanz. "Das Reisejahr 2008 werden wir im fünften Jahr in Folge positiv abschließen können", so Reinhard Meyer, Präsident des DTV. Ausgehend von 326,2 Millionen Übernachtungen in den ersten zehn Monaten des Jahres 2008, prognostiziert er für das Gesamtjahr ein Volumen von knapp 370 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Betrieben und auf Campingplätzen. Dies würde einer Steigerung von rund 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen.

Trotz des schlechten Wetters im Oktober, stiegen laut Statistischem Bundesamt in diesem Monat die Gästeübernachtungen im Vergleich zum Oktober 2007 um vier Prozent. Gegenüber dem September 2008 nahmen die Übernachtungen um zwei Prozent zu. Insgesamt bedeutete die Übernachtungsstatistik für den Zeitraum Januar bis Oktober 2008 ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Deutschlandtourismus 2009
Für das Jahr 2009 erwartet der DTV trotz der weltweiten Finanzkrise eine weitgehend stabile Entwicklung des Deutschlandtourismus. "Wir erwarten, das Ergebnis aus dem Jahr 2008 auch im nächsten Jahr zu erreichen", so Meyer weiter. Er setzt dabei besonders auf die auch in Zeiten allgemeiner Konjunkturkrisen bislang ungetrübte Reiselust der Deutschen.

Ungeachtet der negativen Prognosen für viele deutsche Branchen, besteht im Deutschlandtourismus Grund zur Hoffnung: So nutzte die deutsche Tourismusbranche die Jahre des Wachstums und baute einen Mix an Märkten für unterschiedliche Zielgruppen auf. Gerade das gute Preis-Leistungsverhältnis sowie Investitionen in eine breite Produktpalette und hohe Servicequalität machen das Reiseland Deutschland attraktiv und könnten nun auch neue Gäste anziehen.

Die größte Unsicherheit bei den Schätzungen für die deutsche Tourismusbranche stellt das Segment der Kurzreisen mit mindestens einer Übernachtung dar. Bisher führten rund drei Viertel dieser oft spontan getätigten Reisen in deutsche Destinationen. Da es sich in den meisten Fällen um Zweit- oder Drittreisen handelt, könnte es in diesem Kernsegment zu Umsatzeinbrüchen kommen.

"In der Vergangenheit haben Wirtschaftskrisen den Tourismus zwar getroffen, aber er hat sich im Vergleich zu anderen Branchen immer wieder recht schnell erholt. Daher stehen die Chancen für den Deutschlandtourismus weiterhin gut, da wir hier gut aufgestellt sind und das Reisen nach wie vor einen hohen Stellenwert einnimmt", fasste Meyer die momentane Situation des Deutschlandtourismus zusammen. "Mittelfristig rechnen wir wieder mit einer steigenden Nachfrage bei den deutschen Destinationen." An die positive Entwicklung der letzten fünf Jahre wird die Branche wieder anknöpfen können.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Tourismusverband e.V. (DTV) Pressestelle Bertha-von-Suttner-Platz 13, 53111 Bonn Telefon: (0228) 985220, Telefax: (0228) 698722

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