Föderalisierung birgt Sicherheitsrisiko
(Berlin) - Vor einer Demontage der inneren Sicherheit in Deutschland hat der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, die Bundesregierung gewarnt. Freiberg: Wenn die Koalitionsfraktionen wie beabsichtigt das einheitliche Dienstrecht der Polizei zerschlagen, wird die innere Sicherheit zur finanziellen Verfügungsmasse der einzelnen Bundesländer. Die Übertragung von Laufbahnrecht, Besoldung und Versorgung vom Bund auf die einzelnen Länder, wie es der Koalitionsvertrag vorsieht, führt zu einer Aufblähung statt zum Abbau der Bürokratie. Die Bezahlung und Versorgung der Polizeibeamtinnen und -beamten wird sich noch weiter verschlechtern. Die Motivation geht vor die Hunde.
Jahrzehnte habe die Polizei in Deutschland, so der GdP-Vorsitzende, in Ausbildung, Qualifikation, Professionalität und Bewertung auf gleich hohem Niveau alle Sicherheitslagen länderübergreifend bewältigt. Freiberg: Diese Einheit unnötigerweise zu zerschlagen, ist ein unverantwortbares Sicherheitsrisiko.
Der GdP-Vorsitzende appelliert an die Vernunft der Bundesregierung und des Bundesrates, von der beabsichtigten Föderalisierung des Dienstrechts die Finger zu lassen.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft der Polizei - Bundesgeschäftsstelle (GdP)
Rüdiger Holecek, Pressesprecher
Stromstr. 4, 10555 Berlin
Telefon: (030) 3999210, Telefax: (030) 399921200
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- GdP mit dringendem Appell an Innenministerkonferenz und Bundesregierung / Malchow: Politik muss unverzüglich klares Signal für besseren Schutz von Polizisten senden
- GdP-Vize Radek fordert massive Investitionen und Fingerspitzengefühl im Umgang mit Asylbewerbern
- GdP zu neuem Gesetzentwurf für Vorratsdatenspeicherung / Radek: Polizeiliche Praxis muss Maßstab sein
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

