Pressemitteilung | Handelsverband Deutschland e.V. - Der Einzelhandel (HDE)
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Franzen: Handel setzt auf zweite Halbzeit

(Berlin) - Zur Konjunktur, zur Mehrwertsteuererhöhung und zum Ladenschluss äußerte sich heute (13. Juli 2006) in Berlin auf der Jahrespressekonferenz des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels HDE-Präsident Hermann Franzen: „ Fußball-WM: Durch die Fußballweltmeisterschaft haben die Handelssparten, die nah am Fußball waren wie etwa die Unterhaltungselektronik und Fan-Artikel, kräftigen Aufwind erlebt. Dagegen konnte zum Beispiel klassische Bekleidung damit nicht mithalten. Profitiert haben Teile des Lebensmitteleinzelhandels. Insgesamt dürfte der Einzelhandel in den Wochen vor, während und auch nach der WM die erhofften Mehrumsätze von zwei Milliarden Euro einfahren.

Konjunktur: Der bisherige Jahresverlauf war für die Branche alles andere als optimal. Der Einzelhandel im engeren Sinn - ohne Apotheken und Brennstoffe - bewegte sich in der ersten Halbzeit 2006 nur wenig über dem Niveau des Vorjahres. Die bisherige Entwicklung bekräftigt unsere recht vorsichtige Jahresprognose für ein nominales Umsatzplus zwischen einem halben und einem Prozent. Legen wir die Stagnation des ersten Halbjahres zugrunde, müssen wir in der zweiten Jahreshälfte zwei bis vier Milliarden Euro mehr umsetzen als im Vorjahr. Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen, denn Vieles spricht dafür, dass sich das ökonomische Umfeld für den klassischen Einzelhandel in der zweiten Jahreshälfte leicht bessert. Die größte Schubkraft wird 2006 von den vorgezogenen Käufen im Zusammenhang mit der Mehrwertsteuererhöhung zum Jahreswechsel ausgehen. Das wird sich auch im Weihnachtsgeschäft positiv bemerkbar machen. Das Erwachen dürfte dann aber 2007 kommen, denn die erhofften zwei bis vier Milliarden Euro Mehrumsatz in diesem Jahr werden dann fehlen. Ich wage heute für das nächste Jahr keine Prognose. Geht man davon aus, dass der klassische Einzelhandel im kommenden Jahr angesichts der Mehrwertsteuererhöhung zwei Prozent mehr umsetzen müsste, um das Vorjahresergebnis in realer Rechnung zu erhalten, sieht man, wie hoch die Vorgabe ist.

Mehrwertsteuererhöhung: Die Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuererhöhung, die wir leider nicht verhindern konnten, sollten nun vollständig für die Senkung der Lohnnebenkosten verwendet werden.

Ladenschluss: Der Einzelhandel will keinen Flickenteppich mit 16 verschiedenen Varianten des Ladenschlusses. Daher begrüßen wir die Ankündigung der Mehrzahl der Länder, die Öffnungszeiten an den Werktagen ganz freizugeben, den Sonntagsverkauf aber nicht auszudehnen. Da nur der Bund die Kompetenz für den Arbeitnehmerschutz hat, fordern wir Bundestag und Bundesrat auf, im Arbeitszeitgesetz zu regeln, unter welchen Bedingungen Mitarbeiter im Einzelhandel ausnahmsweise sonntags beschäftigt werden dürfen.“

Quelle und Kontaktadresse:
Hauptverband des Deutschen Einzelhandels e.V. (HDE) Holger Wenzel, Hauptgeschäftsführer Am Weidendamm 1a, 10117 Berlin Telefon: (030) 726250-65, Telefax: (030) 726250-69

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