Frauen in technischen Berufen nach wie vor unterrepräsentiert
(Frankfurt am Main) - Die IG Metall hat angesichts des Girls Day 2008 kritisiert, dass zu wenig Frauen in industriellen Berufen ausgebildet werden. Während über die Hälfte der jungen Frauen als Büro-, Bank- oder Industriekauffrau, Friseurin oder Verkäuferin ausgebildet werden, sind es in industriellen Metallberufen lediglich 2,3 Prozent, sagte das geschäftsführende Vorstandsmitglied der IG Metall, Regina Görner, am Montag (21. April 2008) in Frankfurt. Den Metallarbeitgebern warf die Gewerkschafterin vor, mit der ständigen Behauptung, angeblich massive Anstrengungen zu unternehmen, ein Klima zu schüren, das Frauen für ihr Schicksal selbst verantwortlich mache. Junge Frauen sind an einer guten Berufstätigkeit interessiert und könnten technische Berufe genauso gut erlernen wie junge Männer, sagte Görner.
Um Frauen überhaupt zu ermöglichen, in technischen Berufen tätig zu werden, mahnte, das für Tarifpolitik zuständige Vorstandsmitglied, Helga Schwitzer, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Junge Frauen wollten Geld verdienen, Karriere machen, aber auch Kinder kriegen. Die Rahmenbedingungen für Frauen in der Arbeitswelt müssen verbessert werden, forderte die Gewerkschafterin. Die IG Metall habe zahlreiche Projekte in Betrieben initiiert, um familienfreundliche Arbeitszeiten und betriebliche Kinderbetreuung zu forcieren. Wir setzen familienfreundliche Arbeitszeiten auf die Tagesordnung und werden konkret sehen, ob die Arbeitgeber über Sonntagsreden hinaus kommen, sagte Schwitzer.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
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