Freihandelsabkommen mit Indien bietet viele Chancen
(Bayreuth) - "Der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Indien, zwischen der zweit- und der viertwichtigsten Volkswirtschaft der Welt, eröffnet auch gerade der oberfränkischen Wirtschaft viele neue Möglichkeiten", macht IHK-Präsident Dr. Michael Waasner deutlich. "Das Abkommen kann einen echten Schub bedeuten."
So sinken die Zölle für bis zu 250.000 Autos jährlich schrittweise von 110 auf 10 Prozent, Zölle für Autoteile sollen binnen fünf bis zehn Jahren vollständig abgeschafft werden. Bei Maschinen sinken die Zölle von 44 Prozent auf Null, bei Bier von 110 auf 50 Prozent. Dr. Waasner. "Das sind genau die Produkte, in denen Oberfranken stark ist."
Wachsende Mittelschicht als Motor
Zwar gehören erst rund 150 Millionen der 1,45 Milliarden Einwohner Indiens der Mittelschicht an, diese zähle aber zu den am schnellsten wachsenden der Welt. 2024 exportierte Bayern Produkte im Wert von 2,4 Milliarden Euro nach Indien, der Import lag bei 2 Milliarden Euro. Sowohl Export als auch Import sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich gewachsen - trotz der bisherigen Einfuhrbeschränkungen.
Wachsender Wettbewerb
Das Abkommen bringt aber auch mehr Wettbewerb. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass der Druck auf unsere Hersteller in bestimmten Branchen auch steigen kann", so Dr. Waasner. Dennoch: Schon heute pflegen über 200 Unternehmen aus Oberfranken Geschäftsbeziehungen nach Indien.
Klare Forderung an die Politik
Bevor das Abkommen in Kraft tritt, müssen noch die EU-Mitgliedsstaaten und das Europäische Parlament zustimmen. Dr. Waasner fordert: "Auch wenn das Abkommen mit Indien deutlich weniger umstritten ist: Ein Desaster wie beim Mercosur-Freihandelsabkommen darf sich nicht wiederholen. Ein Scheitern würde unserer Glaubwürdigkeit weltweit erheblich schaden."
Quelle und Kontaktadresse:
Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth (IHK), Peter Belina, Leiter(in) Kommunikation, Bahnhofstr. 23-27, 95444 Bayreuth, Telefon: 0921 886-0
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