Pressemitteilung | VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung als Schlüssel für Investitionen

(Berlin) - Die Bundesregierung hat über 500 Milliarden Euro vorgesehen, um Investitionen zu tätigen. Ob Energie, Mobilität oder Industrieanlagen: Damit Projekte schneller realisiert werden können, braucht es mehr als gesetzliche Beschleunigungsinstrumente. Entscheidend ist die Akzeptanz vor Ort.

Deutschland braucht Tempo. Bauprojekte für Autobahnen, Schienen und Wasserwege sollen laut Kabinett zum Beispiel künftig schneller in Gang kommen. Digitale Verfahren sollen unter anderem zur Beschleunigung beitragen. Diese wichtigen Schritte wirken jedoch nur, wenn Bürgerinnen und Bürger, Genehmigungsbehörden und Wirtschaft rechtzeitig miteinbezogen werden, um mögliche Hürden gar nicht erst entstehen zu lassen.

Der VDI hat im Rahmen eines parlamentarischen Frühstücks am 14. Januar in Berlin politischen Entscheidungsträgern ein zentrales Tool vorgestellt, um frühzeitigen Dialog mit der Öffentlichkeit zu fördern. „Die Praxis zeigt, dass eine frühzeitige Beteiligung Vorhaben beschleunigt und daher die Realisierung von Industrie- und Infrastrukturprojekten insgesamt schneller gelingen kann“, sagte Adrian Willig, VDI-Direktor, vor Ort.

Eine strukturierte frühe Öffentlichkeitsbeteiligung ist der Schlüssel für Investitionen. Sie bindet Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Behörden rechtzeitig ein, identifiziert Konflikte, bevor sie eskalieren, und ermöglicht tragfähige Lösungen. Das Ergebnis sind mehr Planungs- und Rechtssicherheit, geringere Klagerisiken und eine höhere Verfahrensakzeptanz. Den Rahmen setzt die VDI-MT 7000 „Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung bei Industrie- und Infrastrukturprojekten“.

Planen im Dialog

Die Richtlinie beschreibt, wie „Planen im Dialog“ konkret und vor allem pragmatisch umgesetzt werden kann. Die Richtlinie ist wie ein Leitfaden aufgebaut, was Akteure tun können, um Industrie- und Infrastrukturprojekte besser und schneller umzusetzen. „Flexibel, praxisnah und ohne zusätzliche Bürokratie: Die VDI-MT 7000 bündelt Best-Practice-Erfahrungen aus unterschiedlichen Branchen. Sie zeigt, wie Planung oder Bau durch frühzeitigen Dialog verbessert, Doppelarbeiten vermieden und Genehmigungsbehörden entlastet werden“, fasste Dr. Antje Grobe, Vorsitzende des Richtlinienausschusses, zusammen.

„Große Infrastruktur- und Industrievorhaben betreffen immer Menschen vor Ort. Akzeptanz lässt sich nicht verordnen, sie entsteht im Dialog“, konkretisierte Adrian Willig. „Die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung nach VDI-MT 7000 ist kein zusätzlicher Schritt, sondern ein effizientes Bündeln von Prozessen. Ein echtes Instrument zur Beschleunigung. Sie hilft, Projekte besser, konfliktärmer und rechtssicher umzusetzen.“ Ingenieure und Ingenieurinnen konzipieren, planen und setzen um. Sie sind zentral im Dialog mit Wirtschaft, Bürgern sowie Behörden und Politik.

Der VDI bringt diese Perspektive in den politischen Dialog ein. Im Mittelpunkt stehen dabei Chancen, Hemmnisse und konkrete Anwendungsbeispiele aus der Praxis.

Mit seiner technisch-wissenschaftlichen Expertise versteht sich der VDI als Partner für Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Ziel dieser Richtlinienarbeit ist es, Investitionen zu ermöglichen, Verfahren zu beschleunigen und gleichzeitig die gesellschaftliche Akzeptanz zu stärken. Aus Sicht des VDI ist dies eine zentrale Voraussetzung, um den Technologiestandort Deutschland zukunftsfähig zu machen. Mit der Initiative „Zukunft Deutschland 2050“ zeigt der VDI, wie der Technologiestandort Deutschland gestärkt werden kann.

Quelle und Kontaktadresse:
VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. - Hauptgeschäftsstelle, Sarah Janczura, Pressesprecher(in), VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf, Telefon: 0211 6214-0

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