Pressemitteilung | (vzbv) Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
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Fußball-WM 2006: Nach der Einigung im Ticket-Streit Kompromiss im Interesse der Verbraucher / Edda Müller: "Die Fans haben jetzt mehr Klarheit und mehr Rechte"

(Berlin) - Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat den Vergleich im Streit über die Verkaufsbedingungen für Tickets für die Fußball-WM 2006 als vernünftigen Kompromiss im Interesse der Verbraucher bezeichnet. ""Die Fans haben jetzt mehr Klarheit und bessere Rechte," sagte vzbv-Vorstand Prof. Dr. Edda Müller. "Wir haben uns für diesen Vergleich entschieden, weil wir damit ein langwieriges Gerichtsverfahren vermeiden und die Verbraucher sofort wissen, welche Bedingungen gelten." Die Einigung war gestern nach mehrstündigen Verhandlungen zwischen Deutschem Fußballbund und vzbv zustande gekommen. Die Gespräche fanden unter Vermittlung des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverbraucherministerium, Dr. Peter Paziorek, statt.
Die Einigung zwischen vzbv und DFB sieht Veränderungen bei den Verkaufsbedingungen in folgenden Punkten vor:

- Bei den Optionstickets erhalten Fans jetzt ein Rücktrittsrecht. Bis zum 15. April 2006 können Bewerber ohne Angabe von Gründen aus dem Optionsprogramm wieder aussteigen. Die Bewerber erhalten ihr Geld dann inklusive aller Gebühren innerhalb von vier Wochen zurückerstattet.
- Der DFB verzichtet auch dann auf die fünf Euro Bearbeitungsgebühr für Optionstickets, wenn Bewerber am Ende keine Tickets erhalten - auch in diesen Fällen wird das Geld in voller Höhe rückerstattet.
- Verbraucher, die ihre Optionstickets selbst abholen, müssen - anders als bisher vorgesehen - keine Zustellgebühren in Höhe von zehn Euro zahlen.
- Eine zumindest teilweise Rückerstattung von Bearbeitungsgebühren konnte der vzbv bei den sogenannten TST-Tickets erreichen. Statt bisher 20, 30 oder 50 Euro Bearbeitungsgebühr, werden jetzt nur noch 10, 20 oder 30 Euro fällig. Vorteil für die Verbraucher: Das Geld für bereits zuviel gezahlte Gebühren wird ohne weiteren Antrag in den kommenden vier Wochen zurückerstattet.

"Wir sehen die Einigung als positives Zeichen, dass die Interessen von Fans und Verbrauchern bei der Fußball-WM nun stärker im Vordergrund stehen", sagte vzbv-Chefin Edda Müller.

Der vzbv erwartet nach der Einigung, dass nun auch Transparenz über die vom Organisationskomitee für Februar angekündigte Ticket-Tauschstelle geschaffen wird. Auch bei der zugesagten Ticket-Servicestelle und den Modalitäten für die weiteren Verkaufsphasen seien nun Klarheit und eindeutige Informationen angesagt.

Quelle und Kontaktadresse:
vzbv Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. Carel Mohn, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Markgrafenstr. 66, 10969 Berlin Telefon: (030) 258000, Telefax: (030) 25800218

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