Pressemitteilung | (vnw) Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.
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Gabriel-Pläne sind wirtschaftlich verheerend und energiepolitisch kontraproduktiv

(Hamburg) - Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. weist die von Bundesumweltminister Gabriel geplanten Kürzungsmöglichkeiten von Mietzahlungen durch Mieter bei unsanierten Wohnungen als realitätsfremd zurück.

VNW-Pressesprecher Dr. Peter Hitpaß:

„Mit diesem Vorschlag öffnet Gabriel willkürlichen Mietkürzungen Tür und Tor. Jeder Mieter, der aufgrund seines Verbrauchsverhaltens eine hohe Betriebskostenabrechnung hat, könnte dann erst einmal die Miete mindern. Das ist für unsere Mitgliedsunternehmen nicht hinnehmbar und untergräbt die Rechtssicherheit für die Vermieter. Der Bundesumweltminister erweist dem Klimaschutz mit seinem Vorschlag einen Bärendienst. Wer öffentlich zu Mietminderungen auffordert, nimmt den Wohnungsunternehmen die Mittel für ihre Investitionen.

Unsere Mitgliedsunternehmen haben in den letzten Jahren Milliarden in energiesparende Maßnahmen wie z.B. Wärmedämmung, moderne Heizungsanlagen und Energieträgerumstellung investiert. Seit 1990 konnten sie so den Energieverbrauch in ihren Wohnungsbeständen um 13 Prozent reduzieren und den CO2-Ausstoß sogar um 19 Prozent senken. Damit haben unsere Unternehmen das Kyoto-Ziel, in den Jahren 1990 bis 2012 in diesem Sektor die CO2-Emissionen um 12 Prozent zu reduzieren, bereits jetzt übertroffen. Gelungen ist dies durch Austausch der Fenster sowie verbesserte Wärmedämmung und Heizsysteme einerseits, die Umstellung von Öl-, Kohle- und Nachtspeicheröfen auf Fernwärme und Erdgas andererseits. Jetzt ist eine zweite Phase einzuläuten: Die Politik, die Wirtschaft und jeder Einzelne müssen noch stärker zum Klimaschutz beitragen.

Wir haben deshalb bereits im letzten Jahr – lange bevor Minister Gabriel aktiv geworden ist – die Aktion „Energiewende“ ins Leben gerufen. Mit ihr wollen wir u.a. (im Sinne von Best Practice) mehr Transparenz über Kosten und Wirtschaftlichkeit von energetischen Modernisierungen schaffen. In diesem Zusammenhang fordern wir die Bundesregierung auf, das Mietrecht für Anreize für energiesparende Investitionen der Klimamodernisierung zu lockern und endlich die Wärmecontracting-Frage zu lösen.“

Quelle und Kontaktadresse:
VNW Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. Pressestelle Tangstedter Landstr. 83, 22415 Hamburg Telefon: (040) 520110, Telefax: (040) 52011201

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