GDL verschließt sich keinen Gesprächen mit einem unparteiischen Moderator
(Frankfurt am Main) - Wenn die DB den auf vier Stunden befristeten Streik im Güterverkehr am kommenden Donnerstag (09. August 2007) verhindern möchte, dann sollte sie der GDL ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. Sofort säßen wir wieder am Verhandlungstisch und würden den Streik am Donnerstag absagen, so der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Manfred Schell, am heutigen Dienstag (07. August 2007) in Frankfurt. Dieses Angebot müsste zumindest den eigenständigen Tarifvertrag für das Fahrpersonal beinhalten. In der Frage der von der GDL geforderten Entgeltsteigerungen und der verbesserten Arbeitszeitbestimmungen ist sicherlich ein Kompromiss in der gegenwärtigen Tarifauseinandersetzung mit der DB denkbar.
Die GDL würde sich auch einem Gespräch mit einem unparteiischen, gegebenenfalls vom Eigentümer Bund vorgeschlagenen Moderator nicht verschließen. Natürlich ist die GDL an einer Lösung am Verhandlungstisch interessiert. Alles was dazu beiträgt, nehmen wir gerne an, so Schell weiter. Das heißt jedoch noch lange nicht, dass die GDL offen für ein Schlichtungsverfahren ist, wie in einer Pressemitteilung der DB zu lesen ist. Dies wäre auch gar nicht möglich, da die GDL das Schlichtungsabkommen im vergangenen Jahr gekündigt hat und sie zurzeit kein Interesse daran hat, ein neues Schlichtungsabkommen abzuschließen. Schließlich gelte dann wieder die Friedenspflicht.
Solange der GDL jedoch kein verhandlungsfähiges Angebot vorliegt, ist der Streik am Donnerstag (09. August 2007) unabwendbar.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer im Deutschen Beamtenbund (GDL)
Gerda Seibert, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Baumweg 45, 60316 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 405709-0, Telefax: (069) 405709-40
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