GdP-Chef Freiberg zur Kriminalitätsentwicklung: Gewaltkriminalität steigt weiter an
(Berlin) - Die Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft ist weiter auf dem Vormarsch, bewertet der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg die Kriminalitätsentwicklung des vergangenen Jahres 2007.
Freiberg: Obwohl die Gesamtkriminalität erneut leicht gesunken ist, gilt dies nicht für die Gewaltkriminalität und vor allem nicht für schwere und gefährliche Körperverletzungsdelikte.
Nachdem nunmehr alle Länder die Zahlen ihrer polizeilichen Kriminalstatistik veröffentlicht haben, könne festgehalten werden, so der GdP-Vorsitzende weiter, dass die Gesamtzahl der verübten Straftaten zwar leicht um 0,3 Prozent rückläufig ist, sich aber mit rund 6,28 Millionen Fällen auf zu hohem Niveau verfestigt habe.
Freiberg: Die Gewaltkriminalität ist wieder um rund ein Prozent gegenüber dem Vorjahr 2006 gestiegen. Besorgniserregend ist vor allem der erneute Anstieg bei schwerer und gefährlicher Körperverletzung um rund zwei Prozent.
Weiter angehalten hat nach Informationen der GdP der Rückgang bei Diebstahlsdelikten. Dies sei unter anderem der polizeilichen Beratung zur Eigentumssicherung und dem Einsatz von Sicherheitstechnik zu verdanken.
Der erneute Rückgang bei Wirtschafts- und Rauschgiftdelikten, so der GdP-Vorsitzende, sei hingegen sehr stark vom Personaleinsatz abhängig. Freiberg: In diesen Deliktsbereichen machen sich Personalmangel und Stellenabbau besonders bemerkbar.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft der Polizei - Bundesgeschäftsstelle (GdP)
Rüdiger Holecek, Pressesprecher
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