GdP fordert mehr Kontrollen für das Gewerbe der Geld- und Werttransporte
(Berlin) - Der Betrugsskandal um die Werttransportfirma Heros zeigt nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) einen eklatanten Mangel staatlicher Kontrollmöglichkeiten über das wirtschaftliche Verhalten des privaten Geld- und Werttransportgewerbes. GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: Es muss wieder ein Gespür dafür entwickelt werden, dass auch die Allgemeinheit letztendlich einen hohen Preis für den billigsten Anbieter auf diesem Markt zahlen muss, wenn der Unternehmenserfolg auf Kosten sozialer und qualitativer Standards erwirtschaftet wird. Es ist erschreckend, mit welch rüden Methoden private Firmen in solchen sensiblen Bereichen eine Monopolstellung erringen können. Dafür tragen aber auch die Kunden solcher Firmen Verantwortung.
Der Heros-Betrugsskandal sei zwar in seiner Dimension einmalig, jedoch kein Einzelfall. Bereits in der Vergangenheit habe es bei anderen Unternehmen ähnlich gelagerte Vorkommnisse gegeben. Auch an Warnungen im Fall Heros habe es nicht gefehlt. GdP-Vorsitzender Freiberg: Der Skandal muss alle Politiker nachdenklich machen, die der zunehmenden Privatisierung auch staatlicher Aufgaben unter reinen Kostengesichtspunkten das Wort reden. Immer größere Bereiche der Daseinsfür- und -vorsorge werden unkontrolliert dem freien Markt überantwortet. Spätestens mit dem Verlust von Arbeitsplätzen, Steuern und Sozialabgaben wird der Bürger wieder zur Kasse gebeten.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft der Polizei - Bundesgeschäftsstelle (GdP)
Rüdiger Holecek, Pressesprecher
Stromstr. 4, 10555 Berlin
Telefon: (030) 3999210, Telefax: (030) 399921200
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