GdP schlägt Alarm / Es fehlen 10.000 Polizisten / Polizei heute: Mehr Arbeit - Mehr Gewalt - Zu wenig Personal
(Berlin) - Der von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) schon seit längerem scharf kritisierte und von den Innenministern stets verharmloste Stellenabbau bei der Polizei ist jetzt amtlich. Nach der GdP vorliegenden Zahlen sind von 2000 bis 2008 9.256 Stellen im Polizeivollzugsbereich ersatzlos gestrichen worden. Von ehemals 273.096 Beamten sind heute nur noch 263.840 im Einsatz. Das ist ein Rückgang von 3,4 Prozent.
Konrad Freiberg, GdP-Bundesvorsitzender. "Nahezu jeden Tag müssen wir Horrormeldungen über gewalttätige Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten lesen. Schwere und schwerste Verletzungen von Einsatzkräften sind an der Tagesordnung. Die Bitte um Verstärkung von Kolleginnen und Kollegen in brenzligen Situationen muss immer häufiger aufgrund fehlenden Personals abgelehnt werden." Im Gegenzug schultere die Polizei seit vielen Jahren immer mehr Aufgaben. Von der Terrorbekämpfung über die Internetkriminalität bis hin zur ständig wachsenden Zahl von Großeinsätzen bei Fußballspielen, Politgipfeln und Demonstrationen, die Anforderungen an die Polizei würden ständig erhöht. Freiberg: "Mir ist nicht erklärlich, warum ausgerechnet die Polizei, deren Belastung so drastisch gestiegen ist, nicht gestärkt, sondern geschwächt wird."
Freiberg appelliert an die verantwortlichen Politiker, schleunigst den Hebel umzulegen und die Polizei personell spürbar zu stärken: "Wem die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger am Herzen liegt, darf auf der anderen Seite diejenigen, die jeden Tag mit ihrem Leib und Leben dafür einstehen, nicht im Steinhagel oder mit einem wütenden Mob konfrontiert allein lassen." Mehr Polizei, so Freiberg, bedeute mehr Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Polizistinnen und Polizisten.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft der Polizei - Bundesgeschäftsstelle (GdP)
Rüdiger Holecek, Pressesprecher
Stromstr. 4, 10555 Berlin
Telefon: (030) 3999210, Telefax: (030) 399921200
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