Gebäudereiniger-Streik fortgesetzt / "Unsichtbare" zeigen sich an noch mehr Orten
(Frankfurt am Main) - Der Gebäudereiniger-Streik wurde auch am Donnerstag (22. Oktober 2009) mit gezielten Streiks in nahezu allen Bundesländern fortgesetzt. Wie ein Sprecher der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am Nachmittag bekannt gab, legten am dritten Streiktag bundesweit rund 2300 Reinigungskräfte in 184 Objekten die Arbeit nieder. Wir haben, wie in den Vortagen auch, teilweise neue Objekte im Tausch für andere in den Streik genommen, sagte der Sprecher. Außerdem sei der Arbeitskampf auf weitere Städte ausgeweitet worden. Erstmals sind nun auch Objekte in Potsdam bestreikt worden, sagte der Sprecher. Selbst Gewerkschaftseigene Immobilien bleiben nicht verschont: Seit heute (22. Oktober 2009) befinden sich beispielsweise auch die Reinigungskräfte der Zentralen von DGB, IG Metall und IG BAU in Frankfurt im Dauerstreik. Auch im Westen, Norden und Süden der Republik werde die Arbeit heute (22. Oktober 2009) und morgen (23. Oktober 2009) in zahlreichen neuen Objekten für eine Schicht, den ganzen Tag oder länger niedergelegt.
Insbesondere größere Industriebetriebe müssten sich darauf einrichten, dass die Werkshallen und Büros zum Wochenende nicht gereinigt würden.
Der Aufstand der Unsichtbaren nimmt Kontur an, sagte der Gewerkschaftssprecher. Das Bild wird schärfer die Gegenreaktionen auch. Mittlerweile würden die Arbeitgeber den psychologischen Druck auf ihre Belegschaften erhöhen, um Streikwillige einzuschüchtern und zu verunsichern. Die IG BAU weist solche Arbeitskampfmethoden der Arbeitgeber als unanständig zurück: Druck erzeugt noch mehr Gegendruck, erklärte der Gewerkschaftssprecher. Das Streikrecht ist ein vom Grundgesetz geschütztes Recht, das wir uns nicht nehmen lassen. Der Gebäudereiniger-Streik wird so lange geführt, bis die Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zurückkehren und unsere Forderungen erfüllt sind.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Pressesprecherin
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800
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