Gegen ISO-Zertifizierung: Gesundheitshandwerke verabschieden Resolution
(Düsseldorf) - ZVA. Die Gesundheitshandwerke haben sich in einer gemeinsamen Resolution für branchengerechte Qualitätsmanagementsysteme ausgesprochen und erteilen damit einer von den Krankenkassen geforderten verpflichtenden ISO-Norm eine klare Absage.
Bei einem Treffen am 13. September 2006 in Berlin hatten die fünf Gesundheitshandwerke die Resolution verabschiedet, in der sie Forderungen für alle Leistungserbringer im Hilfsmittelbereich nach einer ISO-Zertifizierung strikt ablehnen. Mit einer Zertifizierung nach DIN ISO Normen würden die Kernforderungen der Bundesregierung anlässlich der Gesundheitsreform 2006, die bestehenden Regelungen zur Qualitätssicherung zu entbürokratisieren, in Frage gestellt. Zudem erfüllten die Unternehmen der Gesundheitshandwerke bei ihrer Tätigkeit das Medizinproduktegesetz (MPG), indem ausdrücklich geregelt sei, dass sie keine gesetzliche Zertifizierungspflicht nach ISO-Normen haben. Da auch bei ärztlichen Leistungs- und Heilmittelerbringern brancheneigene Qualitätsmanagementsysteme akzeptiert würden und sie keiner Verpflichtung zur ISO-Zertifizierung unterlägen, würde eine Einführung derselben für Hilfsmittelerbringer zu einer fachlich ungerechtfertigten Diskriminierung und Wettbewerbsverzerrung führen. Deshalb sprechen sich die Gesundheitshandwerke für verbindliche Qualitätsmanagementsysteme aus, die allerdings den branchenspezifischen Bedürfnissen der klein- und mittelständig geprägten Betriebe angepasst sein müssten.
Die Krankenkassen hatten den Nachweis einer ISO-Zertifizierung insbesondere für Leistungserbringer in den Bereichen der Hörgeräteakustik und der Orthopädietechnik gefordert.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband der Augenoptiker
Gabriele Gerling, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
Alexanderstr. 25a, 40210 Düsseldorf
Telefon: (0211) 863235-0, Telefax: (0211) 863235-35
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