"Geld allein bringt keine Pflegefachkräfte" / bpa kritisiert Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals
(Berlin) - Nachdem das Bundeskabinett am heutigen 1. August 2018 den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Pflegepersonals (PpSG) beschlossen hat, bekräftigt Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), seine Forderung nach rascheren Anerkennungsverfahren für ausländische Pflegefachkräfte: "Geld allein hilft bringt keine Pflegefachkräfte.
Damit lässt sich der eklatante Fachkräftemangel nicht beseitigen. Deshalb muss die Bundesregierung alles daran setzen, die Zuwanderung intensiv zu fördern. Wer im Ausland eine Ausbildung zur Pflegefachkraft erfolgreich gemeistert hat, darf hier nicht von 16 verschiedenen Anerkennungsverfahren abgeschreckt werden", so Meurer, der hinzufügt: "Statt von der Akademisierung der Pflege als Allheilmittel zu träumen, müssen wir uns um die Sicherstellung der Grundversorgung kümmern. Aufnahmestopps bei Pflegediensten und Pflegeheimen sind ein Alarmsignal, weil pflegebedürftige Menschen alleingelassen werden."
Meurer kritisiert, die Bundesregierung verabschiede in immer kürzerer Folge Pflegereformen. Das Hauptproblem würde treffend beschrieben, aber nicht gelöst. Obwohl es den Anbietern in der Altenpflege gelungen sei, allein in den letzten beiden Jahren etwa 100.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigte zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für sichere Arbeitsplätze zu gewinnen, reiche das nicht aus, um der noch stärker steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen dauerhaft verlässliche professionelle Unterstützung anbieten zu können: "Trotz der Ausbildungsrekorde wird sich die Situation nicht entspannen, da in den nächsten Jahren viele Beschäftigte das Rentenalter erreichen", so der bpa-Präsident abschließend.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)
Susanne van Cleve, Pressereferentin
Friedrichstr. 148, 10117 Berlin
Telefon: (030) 30878860, Fax: (030) 30878889
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