Gemeinsam zum Schutz der Kinder / Destinationsworkshop von DRV, GTZ und ECPAT in Thailand
(Berlin) - Der weltweite Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung hat für die deutsche Tourismuswirtschaft höchste Priorität: Der Deutsche ReiseVerband (DRV) sieht sich daher in der besonderen Verantwortung, sich aktiv gegen Kindesmissbrauch einzusetzen. Deshalb hat der DRV erneut einen Destinationsworkshop zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung im Tourismus durchgeführt. Die Veranstaltung in Thailand fand vor kurzem in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung (ECPAT) statt. Im Fokus des mehrtägigen Seminars stand die Sensibilisierung und Aufklärung von örtlichen Hotelvertretern sowie Vertretern lokaler Reiseagenturen über das Thema Sextourismus.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch staatliche und nicht-staatliche Einrichtungen eingebunden. Die Veranstaltung fand mit Unterstützung von zahlreichen namhaften deutschen Reiseveranstaltern auf der thailändischen Insel Phuket statt. Gemeinsam mit Reisefachleuten, thailändischen Hoteliers, Vertretern lokaler Reiseagenturen, Tourismusbehörden, Kinderschutzorganisationen und Kriminalexperten diente das Treffen dazu, konkrete Schritte zum Schutz der Minderjährigen zu verabreden. Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Erörterung praxisnaher Fragestellungen: Was kann jeder Einzelne tun, zum Beispiel wenn er als Zeuge eine Verabredung zwischen einem Kind und einem Freier beobachtet? Wie können Mitreisende auf die Problematik aufmerksam gemacht werden? Die 22 Teilnehmer setzten sich in praktischen Übungen aktiv mit diesen Fragen auseinander und erarbeiteten Vorschläge zum richtigen Verhalten. Die Ergebnisse und die gewonnenen Erkenntnisse daraus werden die Teilnehmer innerhalb ihrer Organisationen weitergeben, so dass weitere Personen für das Thema sensibilisiert werden können. Nach einem Zielgebiets-Workshop in der Dominikanischen Republik im Jahr 2006 und zahlreichen Schulungen in Thailand war dies ein weiterer Baustein einer Serie von Veranstaltung dieser Art weitere sollen folgen.
Mit diesen Veranstaltungen unterstreicht der Dachverband der deutschen Reisebranche den Willen, mit vereinten Kräften gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung Minderjähriger vorzugehen. DRV-Präsident Klaus Laepple betont: Wichtig ist, dass alle Seiten an einem Strang ziehen, wenn es darum geht den Verhaltenskodex der internationalen Tourismusbranche zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung in die Tat umzusetzen. Nach Schätzungen von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UN), werden weltweit etwa zwei Millionen Mädchen und Jungen schon in frühester Kindheit sexuell ausgebeutet. Davon betroffen sind auch touristische Regionen. Gerade in ärmeren Ländern ist die Gefahr für Kinder groß, sexuell ausgebeutet zu werden. Der DRV hat im Jahr 2001 den Verhaltenskodex zum Schutz der Kinder (Code of Conduct) unterzeichnet. Der Verhaltenskodex sieht unter anderem die Information und Sensibilisierung von Mitarbeitern der Tourismuswirtschaft sowohl im Herkunfts- als auch im Zielland vor.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher ReiseVerband e.V. (DRV)
Sibylle Zeuch, Pressesprecherin
Albrechtstr. 10a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 28406-0, Telefax: (030) 28406-30
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