Pressemitteilung | Deutsches Verkehrsforum e.V. (DVF)
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Geschäftsführer Hailer bei EU-Anhörung zur Krise im Straßengüterverkehr / Klares Nein zu neuen Belastungen

(Berlin) - "Die Europäische Kommission kann dem Straßengüterverkehrsgewerbe vor allem durch eine entschiedene Politik gegen finanzielle Bürden und kostspielige Bürokratie aus der Krise helfen", betonte der Geschäftsführer des Deutschen Verkehrsforums bei einem Expertengespräch der EU-Kommission über die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Straßentransportmarkt. Er verwies darauf, dass in Deutschland seit Jahresbeginn mehr als 60.000 mautpflichtige Lkw - insgesamt rund 17 Prozent des Bestandes - abgemeldet wurden. Den Straßengüterverkehrssektor könne die EU insbesondere durch folgende Maßnahmen unterstützen:

- keine neuen Belastungen durch Steuern oder Abgaben;

- fairen Wettbewerb und offenen Marktzugang gewährleisten, u.a. durch entschiedenes Vorgehen gegen protektionistische Maßnahmen in den EU Mitgliedstaaten;

- Abbau und Vermeidung von kostspieliger Bürokratie z. B. bei Zollverfahren oder Fahrzeitenregelungen;

- vorausschauende substantielle Investitionen in Infrastruktur, um auf das mittelfristig zurückkehrende Verkehrswachstum vorbereitet zu sein.

Diese flankierenden Maßnahmen zur Krisenbewältigung sollten laut Hailer im Grundsatz auch auf alle anderen Bereiche der Verkehrswirtschaft angewandt werden, da der Schienengüterverkehr ebenso wie die Binnenschifffahrt und Luftfracht unter dem radikalen Abschwung leiden.

Hailer stellte heraus, dass die Unternehmen der Verkehrswirtschaft nicht allein auf Unterstützung der öffentlichen Hand zählten, sondern mit einem breit gefächerten Instrumentarium aktiv gegen die Rezession ankämpften. Im Mittelpunkt stünden dabei strikte Ausgabendisziplin und Kostenreduzierung, flexible Arbeitszeiten, Kurzarbeit, Prozessoptimierung durch moderne Informationstechnologien, verstärkte Marketingaktivitäten, oder die Überprüfung und Priorisierung von Investitionen. Viele Firmen bereiten sich aber auch jetzt schon mit gezielten Maßnahmen auf die "Zeit nach der Krise" vor, so z.B. in denen Bereichen Weiterbildung und "Green Logistics".

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsches Verkehrsforum e.V. Ingrid Kudirka, Leiterin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Klingelhöferstr. 7, 10785 Berlin Telefon: (030) 2639540, Telefax: (030) 26395422

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