Gesetzliche Krankenversicherung: Paritätischer fordert Sonderregelung für Niedrigverdiener
(Berlin) - Der Paritätische Wohlfahrtsverband lehnt die angekündigten pauschalen Zusatzbeiträge der Krankenkassen als unsozial ab und fordert eine Beitragsbefreiung für Niedrigeinkommensbezieher. Zum Ausgleich der Einnahmeausfälle in der Gesetzlichen Krankenversicherung schlägt der Verband die Wiederherstellung der solidarischen Finanzierung und die Aufhebung der Versicherungspflichtgrenze vor.
"Mit den Zusatzbeiträgen wird der endgültige Abschied von der solidarischen Finanzierung vollzogen. Gerade einkommensschwache Personen werden abkassiert. Das hat mit Gerechtigkeit nichts zu tun", warnt der Vorsitzende des Paritätischen Dr. med. Eberhard Jüttner.
Der Verband fordert als kurzfristige Maßnahme, Niedrigeinkommensbezieher von den monatlichen Zusatzbeiträgen zu befreien. Zudem sei die Versicherungspflichtgrenze aufzuheben. "Besserverdienende dürfen sich nicht länger aus der Solidargemeinschaft in die Private Krankenversicherung davonstehlen können", so Jüttner. Mit diesem Schritt könne auf die Beitragserhöhung sogar ganz verzichtet werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Der Paritätische Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e.V.
Pressestelle
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