Gestiegene Futterkosten müssen sich in Erzeugerpreisen wiederfinden / Born: Unsinnige Verbrennung von Schlachtabfällen muss aufhören
(Berlin) - 2007 hat uns bei Getreide, Ölsaaten, Milch, Obst und Wein freundliche Märkte gebracht. Bei den Ferkelerzeugern und Schweinemästern sah es anders aus. Dies hob der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, auf der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes Ulm am 11. Januar 2008 fest. Vor allem bei Schweinefleisch müsse es in diesem Jahr gelingen, die gestiegenen Futterkosten auch tatsächlich bei den Erzeugererlösen wieder zu finden. Voraussichtlich dürfte aber mit diesem Frühjahr tatsächlich eine Trendwende bei den Schweinepreisen - insbesondere auch den Ferkelpreisen - erreicht werden, betonte Born. Dabei müsse der Anstieg der Futterkosten bei Eiweiß dringend gestoppt werden, beispielsweise dadurch, dass die unsinnige Verbrennung von tierischem Fett und Schlachtabfällen aufhört, sagte Born. Alle wissenschaftlichen Ergebnisse zeigten, dass ohne Gefährdung des Verbraucherschutzes diese Verschwendung hochwertigen Eiweißes beendet werden könnte.
Born bezeichnete es als nachvollziehbar, dass die EU-Kommission mit dem Health Check eine Gesundheitsüberprüfung der Reform von 2003 vornimmt. Jedoch müsse es auf alle Fälle bei einer Überprüfung bleiben eine grundsätzliche Reform sei nicht akzeptabel. Hier gehe es um Verlässlichkeit. Wer uns Bauern sagt, Ihr mit Euren familienbetrieblichen mittelständischen Strukturen werdet jetzt auf den Weltmarkt geworfen, der muss dann auch für verlässliche und faire Rahmenbedingungen sorgen, betonte Born. Deshalb müsse der entkoppelte Direktausgleich zumindest bis 2012/2013 gezahlt werden. Born wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es in der EU noch deutliche Wettbewerbsverzerrungen gebe. Daher muss es mit dem Health Check gelingen, die Reform von 2003 wettbewerbsneutraler zu gestalten, forderte der DBV-Generalsekretär. Wir möchten, dass die Europäische Union wieder zu einer breit angelegten Wachstumsinitiative für die Landwirtschaft kommt, stellte Born weiter fest. Zu lange hätten Extensivierung und Ausstieg aus der Landwirtschaft im Vordergrund gestanden.
Jahrelang sei nur noch verhalten in die Milcherzeugung investiert worden, da die Milchbauern unter Druck gesetzt worden seien. Nun habe sich endlich die Situation für die Milchbauern geändert: das Verbrauchverhalten vor allem in den Schwellenländern Asiens habe sich grundlegend geändert. Auch hätten die Milcherzeuger nun Alternativen durch Biogas- und Bioenergie. Daher könnten die Molkereien zum ersten Mal auf gleicher Augenhöhe mit Lidl, Aldi und Co. hart und geschlossen verhandeln, betonte Born. Diese positive Entwicklung gelte es jetzt zu festigen. Wichtig sei es, nicht vorzeitig und verfrüht die Quote zu erhöhen und die Zeit bis 2015 bis zum Auslaufen der Quote kräftig zu nutzen und die Milchbranche besser aufzustellen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
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