Pressemitteilung | Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BDL)
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„Gesundes Aufwachsen ist kein Luxus“ / BDL zur Kindergesundheits-Strategie der Bundesregierung

(Berlin) - „Wir lassen nicht zu, dass gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen zum Luxusgut wird!“ Diese entschiedenen Worte von Thomas Böse-Bloching, stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), gelten der am 27. Mai 2008 von der Bundesregierung beschlossenen Strategie zur Förderung der Kindergesundheit. „Darin zeigt sich wieder einmal: Sozialer Status entscheidet über die Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“, bringt er das Problem auf den Punkt.

Wesentliche Voraussetzungen für ein gesundes Aufwachsen seien die soziale und wirtschaftliche Sicherheit der Familien sowie der chancengleiche Zugang zum Bildungssystem, heißt es in dem Strategiepapier. „Diese Einschätzung teilen wir: Seit Jahren fordern wir mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem. Allerdings verschweigt die Bundesregierung in ihrem gestrigen Beschluss, wie sie diese Herausforderung lösen will. Die Strategie ist doch eher ein Bündel von Einzelmaßnahmen“, kritisiert der stellvertretende BDL-Bundesvorsitzende.

Der größte Jugendverband im ländlichen Raum hat wiederholt darauf hingewiesen, dass die zunehmende Kinderarmut in Deutschland mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist. So heißt es beispielsweise in dem 2007 beschlossenen BDL-Grundsatzpapier zur Prävention: „Wir halten es jedoch für eine Verpflichtung unserer Gesellschaft, optimale Voraussetzungen für das Leben von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu schaffen.“

Darin fordert der BDL auch eine Kampagne ein, die über notwendige Impfungen im Kinder- und Jugendalter informiert. „Hier sind wir einer Meinung mit der Bundesregierung. Die Durchimpfungsraten in Deutschland müssen erhöht werden.“

Darüber hinaus fordert der BDL:
- eine Überprüfung, inwieweit die Impfung gegen humane Papillomaviren auch für Jungen im Alter von 12 bis 17 Jahren ratsam ist,
- die Gelder, die bundesweit für die strukturelle Aidsprävention zur Verfügung stehen, aufzustocken,
- finanzielle Unterstützung für die flächendeckende Arbeit der Suchtberatungsstellen sowie
- Geld für ein flächendeckendes Netz von Beratungsstellen, die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz stärken.

Zurzeit arbeitet der BDL an einem Grundsatzpapier zu den Themen Ernährung und Bewegung. Dieses wird im Herbst 2008 zum Beschluss vorliegen. Der BDL wird sich auch damit in die Politik einbringen.

Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V. (BDL), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Pressestelle Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-253, Telefax: (030) 31904-206

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